
Warum schickt Evonik aus Essen seine Mitarbeitenden ins Homeoffice?
Rund 450 Mitarbeitende von der Evonik-Zentrale in Essen können seit gestern nicht mehr ins Büro, weil die Aufzüge nicht richtig funktionieren. Evonik ist gerade dabei, in den alten RWE-Turm im Südviertel zu ziehen. Das ist Essens höchstes Gebäude. Schon vor einem Monat musste die Stadt den Turm für rund zehn Tage sperren, wegen Problemen beim Brandschutz. Zwischenzeitlich hatte es schon immer wieder Probleme mit den vier Aufzügen im Gebäude gegeben. Jetzt ist es so, dass die Aufzüge ständig stecken bleiben oder gar nicht erst kommen, sagt ein Evonik-Sprecher. Bis der Vermieter sich darum kümmert, sollen alle aus dem Homeoffice arbeiten oder die alten Büros im Gebäude nebenan nutzen. Da zieht Evonik bis Ende September komplett aus, weil das Gebäude zu groß ist. Außerdem spart Evonik durch den Umzug rund sieben Millionen Euro im Jahr. Den Neuanfang im alten RWE-Turm hat sich Evonik aber definitiv anders vorgestellt, die Anfangsbegeisterung nimmt ab, sagte ein Sprecher auf Radio Essen-Nachfrage.
Evonik belegt im ehemaligen RWE-Turm die Etagen bis Nummer 17 und dann wieder von 23 bis 27. Dort sind 450 Arbeitsplätze. In der Essener Evonik-Zentrale arbeiten rund 600 Menschen, sie sind aber nie alle gleichzeitig im Büro.