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Ehemaliger RWE-Turm in Essen: Neuer Konzern eingezogen
© Till Schwachenwalde/Radio Essen
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Ehemaliger RWE-Turm in Essen: Neuer Konzern eingezogen

Nach mehreren Monaten Planung ist das Unternehmen Evonik aus Essen jetzt in dem markanten Gebäude in der Stadt zuhause.

Veröffentlicht: Mittwoch, 01.07.2026 04:48

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Was ändert sich bei dem Unternehmen aus Essen durch den Umzug?

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Die Zentrale vom Chemie-Unternehmen "Evonik" aus Essen saß, seit seiner Gründung 2007, an der Rellinghauser Straße. Mit den Jahren sei die Immobilie zu alt und auch groß geworden, deshalb ist das Unternehmen umgezogen. Nur ein paar Meter weg vom alten Standort. Seit dem 1. Juli 2026 ist die offizielle Adresse "Opernplatz 1". Im ehemaligen RWE- und Westenergie-Turm im Südviertel hat das Unternehmen eine deutlich kleinere Fläche angemietet, insgesamt 14.000 Quadratmeter. In dem alten Gebäude waren es mit 40.000 Quadratmetern mehr als doppelt so viel Fläche. Außerdem gibt es in den neuen Räumlichkeiten deutlich mehr Großraumbüros, in denen mehrere Beschäftigte gemeinsam ihre Arbeitsplätze haben. heißt es von einer Sprecherin des Unternehmens auf Radio Essen-Nachfrage. Dort stehen rund 400 Arbeitsplätze für die insgesamt rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Ein Vorteil der kleineren Bürofläche: die Miet- und Nebenkosten sind deutlich geringer, wodurch das Unternehmen pro Jahr rund sieben Millionen Euro einspart.

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Welche Bereiche des Unternehmens ziehen um?

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"Der Wechsel in die neuen Räumlichkeiten betrifft alle Bereiche, die üblicherweise in einer Konzernzentrale angesiedelt sind – also zum Beispiel Finanz- und Personalabteilung, Kommunikation, Steuern, Strategie und andere. Der Vorstand, die Stäbe und die Leitungen der Funktionsbereiche ziehen mit um. Es geht also um einen Komplett-Umzug der Unternehmenszentrale von Evonik mit insgesamt rund 650 Beschäftigten", so die Unternehemenssprecherin weiter.

Der Umzug wurde Ende 2024 offiziell beschlossen. Ziel sei es gewesen, den Umzug innerhalb von 18 Monaten über die Bühne zu bringen.

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Inwiefern wird der ehemalige RWE-Turm verändert?

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Mit dem Umzug wolle sich auch Evonik neu erfinden. Wenn der Umsatz aus den operativen Geschäften insgesamt kleiner wird, müssen auch die Strukturen des Konzerns entsprechend angepasst werden, heißt es vom Unternehmen. Aktuell laufen im Turm noch einige Restarbeiten, sie seien aber auf der Zielgeraden.

Neu seien unter anderem Bereiche, die dem Austausch der Beschäftigten dienen sollen. Mit der Modernisierung des Turms soll auch die IT-Infrastruktur erneuert werden. Fast 50 Kilometer Netzwerkkabel wurden neu verlegt. Was mit dem bisherigen Evonik-Hauptgebäude passiert, ist noch unklar.

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Konzern von Stellenabbau betroffen

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Unabhängig von dem Umzug in den ehemaligen RWE-Turm bleibt auch Evonik nicht vom Stellenabbau verschont. Der Chemie-Konzern streicht weltweit rund 3.200 Stellen, davon 2.150 an den Standorten in Deutschland, darauf haben sich Vorstand und Sozialpartner Mitte Juni 2026 geeinigt. Das soll zwischen 2027 und 2029 passieren

"Die chemische Industrie in Europa und damit auch in Deutschland durchlebt derzeit sehr schwierige Zeiten. Die weltpolitische Lage ist unsicher und das wirtschaftliche Wachstum ist anhaltend schwach. Zugleich wird der internationale Wettbewerb immer härter", heißt es von einer Unternehmenssprecherin.
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