Essener Bauern hoffen weiter auf Erntehelfer

Die meisten Essener Bauern hoffen, dass sich bis zur Erdbeerernte die Corona-Krise etwas entschärft hat. Dann können ihre gewohnten Erntehelfer wieder einreisen und die Arbeit kann wie immer erledigt werden.

Viel Hilfsbereitschaft für die Essener Bauern

In den letzten Tagen haben sich zahlreiche Essener bei den Bauern gemeldet und ihre Arbeitskraft angeboten. Bauer Christoph Ridder in Kray sichtet und sortiert gerade die vielen Anrufe und Bewerbungen. Er sagt aber, es sei schwierig unerfahrene Hilfskräfte auf die Felder zu schicken. Ein guter Erdbeerpflücker braucht ein bis zwei Jahre Erfahrung, damit er das Tempo mithalten kann und die nötige Qualität in die Körbe bringt. Er hofft also weiter, dass bis zum 20. Mai, wenn die Erdbeerernte beginnt, seine geschulten Kräfte einreisen dürfen. Auch Bauer Ferdinand Scheidt in Haarzopf lässt seit zwei Jahren Studenten aus der Ukraine die Erdbeeren ernten. Sollten sie nicht pünktlich einreisen dürfen, kann er seine Erdbeeren wahrscheinlich nur zum selber pflücken anbieten.

Erntehelfer teilweise auch schon vor Ort

Bauer Feldmann in Schuir hat seine Arbeiter schon seit Jahren fest angestellt im Betrieb. Sie helfen bei allen Arbeiten mit. Sollten jetzt zusätzliche Erntehelfer nicht nach Essen kommen können, dann kann er auf die Kinder seiner Angestellten zählen. Viele von ihnen studieren inzwischen schon, haben jetzt Zeit und kennen die Arbeit auf dem Hof. Auch Bauer Johannes Unterhansberg auf dem Bucholz Hof nebenan in Schuir hat vorerst kaum Probleme. Seine Erntehelfer sind noch vor dem Einreiseverbot gekommen und arbeiten bereits auf dem Hof. An Ostern werden sie voraussichtlich den ersten eigenen Spargel in Schuir anbieten können. Die Erdbeeren sind wegen des Frostes gerade abgedeckt. Auch er hat viele Anrufe von hilfsbereiten Essenern bekommen.

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