Essen: Wieder weniger Blutspender

In Essen spenden wieder weniger Menschen Blut. Die Uniklinik Essen bemerkt einen deutlichen Rückgang. Auch das Deutsche Rote Kreuz braucht mehr Spenden.

© Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Uniklinik Essen: Kein dramatischer Blutmangel

"Seit circa zwei Wochen bemerken wir einen deutlichen Rückgang", sagt der Leiter der Transfusionsmedizin in der Uniklinik Essen. Bereits im März ging die Zahl der Blutspender um 20% zurück. Damals hatten sie Angst vor einer Corona-Ansteckung. Jetzt fehlt eher die Zeit,denn viele Essener haben nach den Corona-Lockerungen wieder einen Alltag. Knapp ist das Blut in der Uniklinik trotzdem nicht. Sie kauft immer auch beim Deutschen Roten Kreuz Blutkonserven. Pro Jahr braucht die Uniklinik 30.000 Blutbeutel.

Deutsches Rotes Kreuz: Nicht sicher, ob sie auf einen Notfall vorbereitet sind

Das Deutsche Rote Kreuz braucht aber auch dringend mehr Blutspender. Die Filiale an der Kettwiger Straße ist zwar weiter offen und dort kommen auch Blutspender. Aber Termine bei Firmen oder an Universitäten fallen aus. Dadurch fehlen viele Spenden. Insgesamt hat man einen Grundvorrat. Momentan gibt es aber nur einen Vorrat für 2,5 Tage - Tendenz sinkend. Ideal wären 4 Tage. Noch ist die Lage nicht dramatisch, aber das DRK ist sich nicht sicher, ob der Vorrat auch für den Notfall reicht: "Wenn wirklich mal eine ernste Lage ist, muss man den Kühlschrank aufmachen und das Blut muss da sein."

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