Essen: Wie die Ausländerbehörde besser werden soll

Die Ausländerbehörde in Essen soll deutlich schneller arbeiten. CDU und Grüne fordern, dass die Stadt dafür einen genauen Plan macht. Heute sprechen die Politiker im Stadtrat darüber.

© Sven Christian Schulz / Radio Essen

Ausländerbehörde in Essen soll schneller werden

Langsam, ewige Wartezeiten, unfreundlich. Das sind die Wörter, die im Zusammenhang mit der Ausländerbehörde in Essen sehr oft fallen. Ein Beispiel: Wer seine Aufenthaltserlaubnis verlängern will, muss elf Monate auf einen Termin warten. Das ist schon eine Verbesserung, betont die Stadt. Zuletzt lag die Wartezeit sogar bei 14 Monaten. Anfang des Jahres wurden 27 neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eingestellt. Die werden noch eingearbeitet. Dann verspricht der Essener Ordnungsdezernent Christian Kromberg aber noch einmal eine Verbesserung.

Parteien in Essen fordern Plan für Ausländerbehörde

Trotz der Ankündigung fordern CDU und Grüne von der Stadt Essen nun einen genauen Plan für die Ausländerbehörde. Sie wollen unter anderem, dass die Behörde mehr digitale Angebote macht und an einem einzigen Ort zusammengefasst wird. Die Stadt soll aufzeigen, wie viel Personal sie braucht, wie entsprechendes Personal ausgebildet werden kann und welche Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen möglich wären. Die Linke ergänzt den Antrag: Sie will, dass die Sicherheitsschleusen am Eingang der Ausländerbehörde in Holsterhausen abgebaut werden. Sie widersprechen "jeder Vorstellung einer Willkommenskultur", heißt es. Die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müsse anders geregelt werden. Der Rat der Stadt entscheidet am Mittwoch, ob die Stadt mit einer Übersicht der Pläne für die Ausländerbehörde beauftragt wird. Der Bericht müsste dann im Sommer vorliegen.

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