Essen: Heftige Kritik an Ruhrbahn - Unternehmen reagiert mit Änderungen

Die Ruhrbahn wird heftig für ihren Corona-Fahrplan in Essen kritisiert. Am Wochenende fahren weiter weniger Busse und Bahnen, unter der Woche nachts fährt kein einziges Fahrzeug. Besserung ist in Sicht.

© Radio Essen/Kristin Mockenhaupt

Pro Bahn kritisiert ÖPNV in Essen

Massive Einschränkungen, schlechtes Angebot, untragbar, Bankrotterklärung. Der Fahrgastverband Pro Bahn spart nicht mit klarer Kritik. Er findet den Corona-Fahrplan der Ruhrbahn deutlich zu dünn. Vor allem, dass samstags noch bis 11 Uhr nur wenige Busse und Bahnen unterwegs sind, stößt sauer auf. Dabei sind da doch schon viele Menschen zum Einkaufen unterwegs. Unter der Woche fahren auch abends weniger Busse und Bahnen, außerdem keine Nachtbusse. Es gäbe außer Duisburg keine Großstadt, die ein so schlechtes Angebt hat, sagt der Verband. Er wirft der Ruhrbahn vor, nicht einmal die Grundversorgung sicher zu stellen. Grüne und Linke in Essen schließen sich dieser knallharten Kritik an.

Ruhrbahn in Essen verteidigt Corona-Fahrplan

Die Ruhrbahn verteidigt sich. "Wir haben uns beim Corona-Fahrplan vor allem auf die Berufstätigen konzentriert", heißt es auf Nachfrage von Radio Essen. Die vorhandenen Fahrer wurden so alle verplant. Im Gegenzug seien Bars und Diskos noch nicht geöffnet, heißt es. Deshalb gibt es nachts nach Einschätzung der Ruhrbahn deutlich weniger Nachfrage. In Bezug auf die Abendstunden sieht sich die Ruhrbahn ähnlich aufgestellt wie zum Beispiel Bochum oder Dortmund.

Essen: Bald wieder mehr Busse und Bahnen unterwegs

Die Ruhrbahn reagiert neben den Worten auch mit konkreten Änderungen. Ab dem 31. Juli soll das Nachtnetz mit allen Linien und dem Taxibus wieder hochgefahren werden. An diesem Wochenende sollen dann auch alle Busse und Bahnen wieder normal nach Fahrplan unterwegs sein.

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