
Was ist der Lärmschutzaktionsplan der Stadt Essen?
Die Stadt Essen hat neu berechnet, wo es in der Stadt besonders laut ist. Dafür wurden eigene Daten benutzt, zum Beispiel zu Verkehr, Straßen und Bebauung. Ein Ingenieurbüro hat diese Daten dann ausgewertet – deshalb sind die Ergebnisse jetzt genauer als früher.
Das Ergebnis: Der meiste Lärm kommt vom Straßenverkehr. Besonders laut ist es an großen Hauptstraßen und rund um die A40. Auch stark befahrene Verkehrsachsen durch die Stadt gehören zu den größten Problemstellen. Züge und Straßenbahnen machen ebenfalls Lärm, aber insgesamt weniger stark. Flugzeuge und Industrie spielen in Essen dagegen eine kleinere Rolle.
Stadt will wissen: Wo ist es besonders laut in Essen?
Die Stadt Essen hat Euch schon einmal gefragt, wo Ihr Euch durch Lärm besonders gestört fühlt. Bei einer Online-Umfrage haben 2025 mehr als 1.200 Menschen mitgemacht. Damals hattet Ihr Orte genannt, die besonders laut sind – aber auch ruhige Plätze. Diese Hinweise sind in den neuen Plan eingeflossen. Jetzt soll es aber noch eine zweite Befragung geben. Dann könnt Ihr den Entwurf erst einmal anschauen und wieder sagen, was Euch stört oder was verbessert werden sollte. Mitmachen könnt Ihr vom 1. Mai bis zum 31. Mai.
Wie möchte die Stadt Essen den Lärm senken?
In Essen soll es auch in Zukunft viele verschiedene Maßnahmen gegen Lärm geben. Straßen sollen teilweise neuen, leiseren Asphalt bekommen. Außerdem will die Stadt mehr Bus-, Bahn- und Fahrradangebote schaffen, damit weniger Autos unterwegs sind. Auch langsameres Fahren kann helfen – eine Temporeduzierung wäre eine wichtige und vergleichsweise günstige Maßnahme. Auch an Bahnstrecken und Autobahnen soll der Lärmschutz verbessert werden. Gleichzeitig will Essen ruhige Orte wie Parks, Wälder und Grünflächen schützen.
Die Stadt Essen hat aber auch schon in der Vergangenheit auf Lärm an großen Hauptstraßen reagiert. So gab es zum Beispiel Förderungen und Zuschüsse für schalldämmende Fenster sowie für Balkon- und Terrassentüren. Auch die Dämmung von Rollladenkästen in bestimmten Wohnräumen wurde unterstützt.
Der neue Lärmschutzplan wird jetzt in verschiedenen politischen Ausschüssen beraten. Eine Entscheidung im Rat der Stadt Essen über die neue Fassung des Lärmaktionsplans ist für September geplant.