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Eltern in Essen sind sauer - Petition für Schulneubau gestartet
© Stadt Essen
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Eltern in Essen sind sauer - Petition für Schulneubau gestartet

Eltern in Essen machen sich stark für eine neue Schule in Kupferdreh. Die Stadt hat dafür schon ein Grundstück. Jetzt sollen die Pläne dafür aber geändert werden.

Veröffentlicht: Montag, 16.03.2026 12:28

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Ärger in Essen - neuen Pläne für weiterführende Schule

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Die Stadt Essen will in Kupferdreh an der Prinz-Friedrich-Straße eine neue weiterführende Schule bauen. Zumindest war das bis vor wenigen Tagen der Plan. Da haben CDU und SPD einen neuen Vorschlag für das Gelände in Kupferdreh gemacht. Dort soll jetzt ein Berufskolleg gebaut werden. Die Eltern in Kupferdreh sind sauer und fordern, dass die Politikerinnen und Politiker die Entscheidung noch einmal überdenken und vor allem deutlich sagen, warum plötzlich dort ein Berufskolleg gebaut werden soll. Schon lange warten Eltern in Kupferdreh und Burgaltendorf auf eine weiterführende Schule. In den letzten Jahren sind viele junge Familien in die neuen Wohngebiete auf die Dilldorfer Höhe oder an der Phönixhütte gezogen. Sie hoffen, dass ihre Kinder hier erst einmal in die Kita, die Grundschule und später auch auf eine weiterführende Schule gehen können. Im Moment müssen Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind nach Werden, Überruhr, Stadtwald oder Velbert schicken, erzählt Rebecca Vucic im Interview mit Radio Essen-Stadtreporterin Anna Bartl. Sie erklärt auch, welche Konsequenzen das hat.

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Bartl Anna
Radio Essen-Interview mit Rebecca Vucic
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Keine Schule in Essen in der Nähe - dafür weite Schulwege

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Die Mutter aus Essen beschreibt, was es für ihren Sohn bedeutet, wenn er nächstes Schuljahr auf die weiterührende Schule geht. Entweder fährt er mit dem Bus 20 Minuten nach Werden oder muss mehrfach umsteigen, um in Steele, Stadtwald oder Überruhr in die Schule zu gehen. Kein Wunder, wenn Eltern sich Sorgen machen und ihre Kinder doch lieber mit dem Auto zur Schule bringen. Das sorgt dann wieder für Diskussionen um die Elterntaxis. Die Eltern in Kupferdreh haben deshalb letzte Woche eine Elterninitiative "Weiterführende Schule in Kupferdreh" gegründet. Die Initiative hat direkt eine Petition gestartet und fordert, dass sie an der Entscheidung über die Schule beteiligt werden. Rebecca Vucic erzählt, dass die Eltern vor allem in WhatsApp-Gruppen und in Kitas, Grundschulen, bei Vereinen und in der Kinderarztpraxis auf ihre Sorgen aufmerksam machen. Dort treffen sie viele Eltern, die sich auch Gedanken machen, welche Schullaufbahn ihre Kinder nehmen sollen. Egal, wie sie sich entscheiden, irgendwie bleibt immer die Frage im Hinterkopf, ob es auch die richtige Entscheidung für ihr Kind war. Deshalb wollen sie unbedingt mitreden und fordern, dass die Entscheidung für das Berufskolleg noch einmal gründlich überdacht werden soll.

In Kupferdreh gibt es in den nächsten Tagen zwei Veranstaltungen, bei denen über die Situation diskutiert werden kann. Am Donnerstag (19. März) um 18 Uhr lädt die SPD Kupferdreh/Byfang um 18:30 Uhr in das Pfarrheim an der Heidbergstraße 18b ein. Eine Woche später am Dienstag (24. März) soll es um 19 Uhr einen Bürgerdialog zur neuen Schule geben.

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Berufskollegs in Essen freuen sich die Entscheidung

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Kurz nachdem in Essen die Idee zum Bau des Berufskollegs in Kupferdreh öffentlich geworden ist, haben sich auch die Vertreter aus den Berufskollegs zu Wort gemeldet. Jörg Gleißner, Sprecher der Essener Berufskollegs, freut sich über die Entscheidung. Mindestens drei Berufskollegs sind in einem schlechten baulichen Zustand. Die Ausbildung der Fachkräfte sei dringend nötig, sagt Gleißner weiter. An den Berufskollegs lernen pro Jahr mehr als 18.500 Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende. Ihre Qualifikation sei für die positive Entwicklung der Wirtschaft wichtig, erklärt der Sprecher der Berufskollegs weiter.

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