
Wo sollen in Essen neue Schulen gebaut werden?
In Essen muss die Stadt neue Schulen planen und bauen und bestehende Schulen erweitern. Die Politikerinnen und Politiker von CDU und SPD haben jetzt neue Ideen. In Kupferdreh hat die Stadt bereits ein Grundstück an der Prinz-Friedrich-Straße für eine weiterführende Schule gekauft. Beide Parteien schlagen vor, dass dort ein neues Berufskolleg gebaut wird. Die Gebäude der Berufskollegs sind marode und die Schulen müssen dringend anderswo unterkommen. Der Standort in Kupferdreh wäre da eine Lösung.
Die UNESCO-Schule im Südostviertel soll schon ab dem kommenden Schuljahr Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse aufnehmen, schlägt Schuldezernent Muchtar Al Ghusain vor. Die Schule ist ein Aufbau-Gymnasium und nimmt bisher nur Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse auf. Die Schule könnte außerdem umziehen nach Katernberg oder Stoppenberg. Damit gäbe es im Norden noch mehr Plätze für alle, die ein Gymnasium besuchen möchten. Die Stadt soll auf Wunsch der Politikerinnen und Politiker nach einem Standort suchen.
Der dritte Vorschlag ist eine neue Gesamtschule in Essen. Dafür soll die Stadt nach einem Standort in den Stadtbezirken II, VIII oder IX, also vor allem im Süden suchen. Das Problem in Essen ist allerdings, dass die Stadt schon länger nach solchen Flächen sucht. Es ist aber schwierig, geeignete Standorte für neue Schulen zu finden.
Wann sollen in Essen die neuen Schulen gebaut werden?
Diese Frage kann die Stadt Essen aktuell nicht beantworten. Erst einmal werden die Vorschläge der beiden Parteien in den entsprechenden Gremien diskutiert. In der Ratssitzung im Mai (27. Mai) soll dann darüber entschieden werden. Dann muss die Verwaltung die Aufträge der Politikerinnen und Politiker umsetzen. Es wird also noch ein paar Jahre dauern, bis erste Schülerinnen und Schüler auf die Schulen gehen können. Fabian Schrumpf, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat erklärt:
"Besonders freue ich mich darüber, dass im Essener Norden ein zusätzliches Gymnasialangebot entstehen wird und wir die Debatte um die künftige Schulform in Kupferdreh - im Sinne der beruflichen Bildung - beenden konnten."
Philipp Rosenau, Fraktionsvorsitzender der SPD sagt:
"Mit einer neuen Gesamtschule im Essener Süden, der Weiterentwicklung der UNESCO-Schule zu einem grundständigen Gymnasium und dem Neubau eines Berufskollegs in Kupferdreh investieren wir an drei Stellen ganz konkret in bessere Bildungschancen in Essen."
Die Stadt baut gerade eine neue Grundschule an der Tiegelstraße, die zum neuen Schuljahr fertig werden soll. Außerdem wird im neuen Schuljahr schon die neue Gesamtschule Altenessen-Süd Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Das Gebäude ist aber noch gar nicht fertig. Das zeigt wie groß die Nachfrage nach Schulplätzen in Essen ist.