
Wann wird in Essen wieder gestreikt?
Die Gewerkschaft Verdi erhöht den Druck in den Tarifverhandlungen noch weiter und das bekommen Fahrgäste der Ruhrbahn in Essen zu spüren. Am Montag (16. März) sind die Kundencenter zu, am Dienstag (17. März) stehen die Busse und Bahnen still. Das war schon in der letzten Woche angekündigt worden. Jetzt folgt direkt die nächste Warnstreik-Ankündigung!
Am Mittwoch (18. März) streiken Beschäftigte in den Werkstätten der Ruhrbahn. Hierduch kann es sein, dass Busse und Bahnen bis Freitagmorgen nicht gewartet oder repariert werden. Am Donnerstag (19. März) fahren wieder keine Busse und Straßenbahnen. Diese Maßnahmen gelten nicht nur für die Ruhrbahn, sondern für über 30 kommunale Verkehrsbetriebe in ganz NRW. S-Bahnen und Regionalbahnen fahren aber.
Worum geht es bei den Warnstreiks?
Verdi begründet die neuen Warnstreiks damit, dass die Arbeitsgeberseite auch nach zwei Verhandlungsrunden noch kein ausreichendes Angebot vorgelegt hat. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich und höhere Zuschläge für Sonntagsdienste. Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen sagt, Verdi verschieße die Augen vor der schlechten Finanzlage der Verkehrsbetriebe. Die Ruhrbahn sagt:
Vor dem Hintergrund der engen Taktung der Warnstreiks vor der dritten Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft ver.di und des Kommunalen Arbeitgeberverbandes NRW und der aktuellen Situation der hohen Spritpreise möchten wir unser Unverständnis für das Vorgehen der Dienstleistungsgesellschaft ver.di äußern.
Die dritte Verhandlungsrunde startet am 24. März und endet planmäßig am 26. März. Verdi plant in dieser Zeit erstmal keine weiteren Streiks.