Corona in Essen: Stadt zieht Bilanz zu 1 Jahr Corona-Impfungen

Heute vor einem Jahr ist bei uns in Essen der erste Mensch gegen Corona geimpft worden. Am 27. Dezember 2020 um kurz nach 11 Uhr wurde im Haus Berge in Bochold eine 87-jährige Bewohnerin geimpft, sie war der Anfang einer aufwendigen Impfkampagne. Wir haben mit der Stadt Bilanz gezogen.

© André Hirtz / FUNKE Foto Services

Stadt Essen zieht Corona-Bilanz: Impfkampagne war Kraftakt

Seit genau einem Jahr läuft bei uns in Essen die Impfkampagne gegen das Coronavirus. Am 27. Dezember 2020 wurde im Haus Berge in Bochold eine 87-jährige Bewohnerin geimpft. Sie war der Anfang einer aufwendigen Impfkampagne, die sich im Laufe des Jahres auch immer wieder verändert hat. Rund 440.000 Essener sind inzwischen gegen Corona geimpft worden, etwa 180.000 von ihnen haben auch schon die zweite und sogar die Booster-Impfung bekommen. Die Stadt ist insgesamt zufrieden damit, spricht aber auch von einer großen Kraftanstrengung. Die Impfkampagne musste immer wieder angepasst werden: Zuerst gab es zu wenig Impfstoff, dann unterschiedliche Impfstoffe für verschieden Zielgruppen und zuletzt Verwirrung um die Abstände bei der Booster-Impfung. Außerdem wurde vom Land erst ein Impfzentrum in der Messe eingerichtet, dann geschlossen und inzwischen vier kleinere Impfzentren eröffnet. Das komplette Statement der Stadt zur bisherigen Impfkampagne findet Ihr weiter unten.

Corona-Impfungen in Essen etwa im Durchschnitt

Die Zahl der Impfungen gegen das Coronavirus ist zuletzt auch wieder gestiegen - problematisch ist allerdings weiter, bisher Ungeimpfte von einer Corona-Impfung zu überzeugen. Gut 75 Prozent der Menschen bei uns in Essen sind aktuell mindestens ein Mal gegen Corona geimpft. Diese Zahl ist am besten geeignet, das Interesse an der Impfung und den Schutz der Bevölkerung abzubilden, denn die allermeisten Menschen, die sich die Erstimpfung abholen, holen sich auch die weiteren Impfungen ab. Mit der Impfquote von 75 Prozent liegen wir in Essen etwas unter dem Durchschnitt in NRW und etwas über dem deutschlandweiten Schnitt. 

Stadt Essen: So bewertet sie die bisherige Impfkampagne

So lautet die Bilanz der Stadt im Wortlaut:

"Dass nun seit einem Jahr eine Impfkampagne als Schutz gegen das Coronavirus gefahren werden kann, ist schon eine großartige wissenschaftliche und medizinische Leistung. Noch nicht mal ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie wurde auch in Essen die erste Person am 27.12.2020 geimpft.

Insgesamt bedeutet die Impfkampagne eine große Kraftanstrengung, weil sie immer wieder angepasst werden muss. Nach einer Impfpriorisierung und Impfstoffknappheit zu Beginn, den unterschiedlichen Impfstoffen für unterschiedliche Altersgruppen, dem sich ändernden Impfschema zwischen Erst- und Zweitimpfung im Sommer, dem Wiederherauffahren von Strukturen für Boosterimpfungen im Herbst und erneut einer Verknappung von Impfstoff, ändert sich aktuell auch wieder das Impfschema für Boosterimpfungen. (Stand: 16.12., Anmerkung der Redaktion).

Hinzu kommt natürlich auch die Aufklärungsarbeit über eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus, die wir gemeinsam mit vielen Partnern meistern. Wir sind sehr froh und sehr stolz darauf, dass die Essenerinnen und Essener eine hohe Impfbereitschaft haben. Und wir haben in den vergangenen Monaten erleben dürfen, dass wir uns auf eine gut funktionierende Stadtgesellschaft verlassen können. Denn von Beginn an gab es eine große Unterstützung bei der Umsetzung und Durchführung der Impfkampagne. Ob im Impfzentrum Essen, bei unseren dezentralen Impfaktionen, bei der Aufklärung und Informationsverbreitung oder oder oder. Es bleibt auch weiterhin unser wichtigstes Ziel, so viele Menschen wie möglich erst- und zweit zu impfen sowie natürlich zu boostern. Denn das ist der Weg aus der Pandemie." 

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