
Wie soll Bussi in Essen erweitert werden?
Wenn in Essen Busse und Bahnen kaum noch fahren, könnt Ihr Euch im Nahverkehr auf Bussi verlassen. Die kleinen Elektrowagen von der Ruhrbahn bringen Euch auch zu später Stunde sicher an Euer Ziel. Mit einer Förderung vom Land NRW in Höhe von 400.000 Euro soll das Angebot in Essen ausgebaut und noch attraktiver werden.
„Mit den Projekten bringen wir den öffentlichen Nahverkehr genau dorthin, wo klassische Angebote oft an ihre Grenzen stoßen: in den ländlichen Raum, zu Randzeiten und auf der letzten Meile. Damit verbessern wir die Mobilität vor Ort und gleichen Unterschiede zwischen Stadt und Land gezielt aus.“, sagt Oliver Krischer, NRW-Verkehrsminister.
Bussi basiert auf einem dichten Netz von rund 12.800 virtuellen Haltepunkten. Über eine App könnt Ihr die Fahrten buchen und direkt bezahlen. Ihr müsst auch nicht alleine fahren, durch das "Pooling" könnt Ihr Euch den Wagen mit anderen Fahrgästen teilen.
Bis zum Jahr 2029 plant die Stadt Essen verschiedene Erweiterungen für das System. Die Fahrzeuge sollen zum Beispiel auch die Stadtgrenze nach Oberhausen überqueren können. Um mehr Menschen zu erreichen, soll in Zukunft eine neue Telefon-Hotline für Buchungen ohne Smartphone aufgebaut werden. Ein zusätzliches barrierefreies Fahrzeug soll zudem dafür sorgen, dass noch mehr Menschen das Angebot nutzen können. Die Stadt möchte damit die soziale Teilhabe und die umweltfreundliche Mobilität weiter stärken.
Wie häufig wird Bussi in Essen genutzt?
Seit Sommer 2024 nutzen viele Menschen das On-Demand-Shuttle "Bussi" in Essen, wobei monatlich etwa 2.000 Fahrten zusammenkommen. Menschen mit Schwerbehindertenausweis können sich nach Absprache sogar direkt an der Haustür abholen lassen.
„Viele Menschen sind gerade in den Abend- und Nachtstunden auf verlässliche Mobilität angewiesen. Mit der Förderung können wir Bussi so ausbauen, dass es für noch mehr Essenerinnen und Essener eine echte Unterstützung im Alltag wird – barrierefrei, bezahlbar und zuverlässig.“, so Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorständin für Umwelt, Verkehr und Sport der Stadt Essen.
Seit März 2026 hat sich bei dem Service einiges verbessert: Die Bedienzeiten wurden ausgeweitet und die Wartezeiten besser an den restlichen Nahverkehr angepasst. Durch die Integration in einen landesweiten Tarif sind die Preise für die Fahrten dazu günstiger geworden. In der App werden jetzt auch verkehrsmittelübergreifende Vorschläge für den gesamten Weg angezeigt. Zudem ist es jetzt möglich, Fahrten schon im Voraus fest zu buchen.