Bombendrohung an Moschee in Essen: Rechtsextremer Hintergrund wahrscheinlich

Die Bombendrohung an eine Moschee in Essen war wohl rechtsextrem motiviert. Davon geht der türkisch-islamische Religionsverband Ditib aus. Darauf deutet wohl der Inhalt der Mail hin.

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Religionsverband Ditib: "Bombendrohung war rechtsextrem motiviert."

Der Ditib Religionsverband Essen geht davon aus, dass die Bombendrohung auf die Ulu-Moschee in Essen-Steele einen rechtsextremen Hintergrund hat. Das schreibt sie in einer Pressemitteilung. Am Montag (12. Februar) ging eine Droh-Mail an an die Moschee. "Die Mails waren rechtsextremistisch und islamfeindlich motiviert", schreibt Ditib. Laut WAZ sind die Mails von einer sogenannten "Kampfgruppe 18" unterzeichnet. Der Redaktion liegen die Mails angeblich vor. Diese Gruppe stehe im Verdacht, rechtsextrem zu sein, heißt es. Die 18 ist ein bekanntes Symbol für die rechtsextreme Szene. In der Mail schreibe die Gruppe, sie wolle Rache an den Türken in Deutschland nehmen.


Nach Bombendrohungen in NRW: Islamfeindlichkeit auf dem Höhepunkt?

Auch drei andere Moscheen des Ditibs Regionalverbandes Essen haben ähnliche Mails erhalten, schreibt Ditib. Die anderen Moscheen sind in Hagen, Unna und Bielefeld. Ditib sei besorgt und traurig über die rechtsextremistischen Bedrohung. Solche Angriffe würden ständig für Spannung und Angst sorgen. "Die Islamfeindlichkeit hat ihren Höhepunkt erreicht und sollte in der Gesellschaft weit und breit thematisiert werden", heißt es. Auch der Zentralrat der Muslime forderte mehr Schutz für Muslime.


Polizei Dortmund koordiniert die Ermittlungen

Noch ist nicht bekannt, wer genau hinter den Bombendrohungen auf Moscheen in NRW steckt. Die Polizei Dortmund koordiniert die Ermittlungen. Die Polizei Essen hatte am Tag der Droh-Mails den Bereich um die Westfalenstraße gesperrt. Bedrohliche Gegenstände fand sie in der Moschee aber nicht.


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