
Wie lautet in Essen die Anklage im Fall "Paul"?
Die Staatsanwaltschaft Essen hat Anklage gegen drei junge Erwachsene und einen Minderjährigen erhoben. Die vier Anklagten sollen kurz vor Weihnachten auf der Rüttenscheider Straße nach Mitternacht einen anderen Mann schwer verletzt haben. Das Knie des Opfers wurde zertrümmert. Der Fall sorgte für viel Aufregung. Die vier Angeklagten müssen sich jetzt wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung vor dem Jungendschöffengericht verantworten. Wann die Hauptverhandlung stattfindet, steht noch nicht fest. Die Richterin am Jugendschöffengericht hat die Anklage noch einmal an die Staatsanwaltschaft zurück gegeben. Die Staatsanwälte sollen noch weitere Beweise vorlegen.
Wie wurden in Essen die Angeklagten gefasst?
Die Polizei Essen hatte nach der Tat in der Nacht am 20. Dezember 2025 Zeugen befragt und auch öffentlich Aufrufe gestartet. Mitte Januar haben sich dann Zeugen bei der Polizei gemeldet und erklärt, dass die Tatverdächtigen im Christinenpark unterwegs sind. Die Polizei konnte dort drei Tatverdächtige festnehmen. Einen weiteren Tatverdächtigen hat die Polizei wenige Tage später vorläufig festgenommen. Deshalb konnten die Polizei und Staatsanwaltschaft auch relativ schnell die Anklage erheben. Einer der Angeklagten gilt als Intensivtäter und ist der Polizei bekannt.
Wie kam es in Essen zu der Auseinandersetzung?
Noch sind in Essen nicht alle Einzelheiten geklärt. Es soll zu der Auseinandersetzung gekommen sein, weil sich die Männer aus der Gruppe rund um das Opfer fremdenfeindlich und rassistisch geäußert haben sollen. Danach soll es zu der Schlägerei gekommen sein, bei der der 23 Jahre alte Paul so schwer verletzt wurde. Die Äußerungen rechtfertigen nicht die Körperverletzung, sagt die Polizei. Die Aussagen können aber in der Verhandlung vor Gericht eine wichtige Rolle spielen.