
Rot-Weiss Essen Fans ziehen Notbremsen am Zug
Nach dem Auswärtsspiel in Osnabrück wurden einige Rot-Weiss Essen Fans am Samstagabend (23. Februar) von der Bundespolizei nach Essen begleitet. Laut Polizei kam es schon kurz vor der Abfahrt am Bahnhof in Osnabrück zu Auseinandersetzungen. Die Polizei berichtet von schweren Landfriedensbrüchen, Körperverletzungen und von tätlichen Angriffen auf Polizisten. Außerdem seien noch vor der Abfahrt des Zuges mehrere Notbremsen gezogen worden und Kabel am Zug rausgezogen worden. Deshalb habe die Abfahrt sich um einige Zeit verzögert. Die Polizisten wurden bei dem Vorfall nicht schwer verletzt, heißt es von der Bundespolizei weiter.
Polizei setzt 180 Fußball-Fans fest
Wegen der Vorfälle am Bahnhof in Osnabrück sind einige der Einsatzkräfte mit in den Zug in Richtung Essen eingestiegen. In Essen angekommen, wurden die Fußball-Fans gegen 19:50 Uhr schon von weiteren Polizisten erwartet. Die Beamten haben insgesamt 180 Fußball-Fans festgehalten, ihre Personalien aufgenommen und sie durchsucht.
Unter den Fans war auch ein 32-Jähriger, gegen den ein offener Haftbefehl vorlag. Er wurde mit zur Wache genommen. Wegen eines anderen Vorfalls musste er eine Geldstrafe in Höhe von 986,00 Euro zahlen. Das Geld wurde bezahlt, der Mann durfte die Wache wieder verlassen. Gegen 22:15 Uhr konnten die Fußball-Fans nach Hause gehen.
Von Seiten der Fans gibt es Kritik am Polizeieinsatz. Ein RWE-Fan berichtet Radio Essen von Provokationen seitens der Polizisten im Zug. Auch am Bahnhof selbst seien die Beamten mit unnötiger Härte vorgegangen. "Wir wurden behandelt wie Schwerverbrecher", heißt es.