Zoll Essen: Chinesische Billig-E-Bikes im Visier

Beim Zoll Essen rücken immer mehr Billig-E-Bikes aus China ins Visier: Einige Händler drücken sich offenbar vor den besonders hohen Anti-Dumping-Zöllen und verschweigen die wahre Herkunft der E-Bikes.

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E-Bikes werden immer beliebter und immer günstiger. Besonders preiswert sind E-Bikes aus China, die seit einiger Zeit immer häufiger hierzulande zu kaufen sind. In der Europäischen Union gibt es daher zum Schutz heimischer Hersteller Anti-Dumping-Maßnahmen. Im Kampf gegen die Billig-E-Bikes gibt es daher Anti-Dumping-Zölle von bis zu 70 Prozent. Doch einige Händler umgehen diesen Zoll offenbar: Das Zollfahndungsamt Essen ermittelt seit 2019, weil Händler bei der Einfuhr der chinesischen E-Bikes die wahre Herkunft verschleiern. "Anti-Dumpingzölle verstehen sich als Schutzzölle, häufig insbesondere auf Produkte aus Asien, zum Schutz der deutschen und europäischen Produzenten", erklärt der Leiter des Zollfahndungsamtes Frank Denner. Und weiter heißt es: "Insofern ermitteln wir im Anti-Dumpingbereich auch für den Schutz von Arbeitsplätzen in der deutschen Industrie".

Im letzten Jahr hat der Zoll in Essen insgesamt mehr als 12.000 Ermittlungsfälle eingeleitet. Die meisten davon allerdings nicht wegen E-Bikes aus China, sondern im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln. Außerdem ist der Zoll dem Schmuggel von über tausend Nobelkarossen auf der Spur.

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