
Zittern geht weiter: TUSEM Essen verliert knapp
Der TUSEM Essen liefert beim TuS N-Lübbecke einen großen Kampf, steht am Ende aber erneut ohne Punkte da. Trotz vieler Paraden von Finn Knaack fehlte den Essenern in den entscheidenden Momenten die Konsequenz im Angriff.
Veröffentlicht: Samstag, 23.05.2026 20:02
Starker Start für Essen - dann kippt das Spiel
Mit lautstarker Unterstützung von mehr als 100 mitgereisten Fans erwischte der TUSEM Essen am Samstag (23. Mai) den besseren Beginn in der Merkur-Arena in Lübbecke. Die Essener verteidigten aggressiv, zwangen Lübbecke mehrfach ins Zeitspiel und gingen durch Treffer von Alexander Schoss und Nils Homscheid früh mit 2:0 in Führung. Vor allem Finley Werschkull sorgte über Linksaußen immer wieder für Gefahr.
Doch Mitte der ersten Halbzeit verloren die Gäste plötzlich den Rhythmus. Fehlpässe, Aluminiumtreffer und technische Fehler luden die Hausherren zu einfachen Toren ein. Lübbecke nutzte die Schwächephase konsequent aus und setzte sich zwischenzeitlich auf 11:6 ab. Der TUSEM fing sich allerdings wieder, verkürzte über Felix Göttler und Homscheid und hielt den Rückstand zur Pause mit 12:14 in Grenzen.
Knaack hält Essen im Spiel
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen. Der TUSEM kämpfte sich mehrfach zurück und schaffte durch Felix Eißing, Alex Schoss und Valentin Willner immer wieder den Ausgleich. Besonders Finn Knaack sorgte mit zahlreichen starken Paraden - am Ende waren es insgesamt 14 - dafür, dass die Essener im Spiel blieben. Der Torhüter entschärfte mehrere freie Würfe und hielt sein Team auch in hektischen Phasen im Rennen um wichtige Punkte.
Trotzdem gelang es den Gästen nicht, die Partie dauerhaft auf ihre Seite zu ziehen. Immer wieder fehlte im Angriff die letzte Präzision. Stürmerfouls, Ballverluste und ausgelassene Chancen verhinderten eine Führung in der Schlussphase.
Entscheidung in den letzten Minuten
Die Begegnung blieb bis in die letzten Sekunden spannend. Beim Stand von 27:27 boten sich dem TUSEM mehrfach Möglichkeiten, das Spiel zu drehen. Doch Lübbecke antwortete stets direkt und behielt in den entscheidenden Situationen die Ruhe. 28 Sekunden vor dem Ende stellte Lutz Heiny auf 30:28, ehe Werschkull noch einmal verkürzte.
Den letzten Angriff verteidigten die Ostwestfalen jedoch erfolgreich und retteten den knappen 30:29-Heimsieg über die Zeit. Für den TUSEM ist die Niederlage im Abstiegskampf ein bitterer Rückschlag, auch weil deutlich mehr möglich gewesen wäre.
Zittern geht weiter
Während Lübbecke den neunten Tabellenplatz in der 2. Handbal-Bundesliga festigt, muss der TUSEM nun auf Schützenhilfe hoffen. Konkurrent HSG Krefeld ist erst am Sonntag (24. Mai) in Coburg gefordert. Für die Essener geht es bereits am kommenden Freitag (30. Mai) mit dem wichtigen Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen weiter. Dann dürfte die Sporthalle „Am Hallo“ erneut zum Nervenspiel im Kampf um den Klassenerhalt werden.
Essen in Zahlen: Torschützen und Paraden
TuS N-Lübbecke - TUSEM Essen 29:30 (12:14).
TuS N-Lübbecke: Niko Blaauw (2), Yannick Dräger (4), Jo Gerrit Genz (1), Kasper Haugen Furu (4), Lutz Heiny (2), Bence Hornyák (2), Manuel Hörr (1), Henri Pabst (6), Max Santos (2), Alexander Schulze (1), Sven Wesseling (1), Tim Roman Wieling (4). Torhüter: Frederik Genz (8 Paraden), Leon Grabenstein (1 Parade).
TUSEM Essen: Felix Eißing (6), Felix Göttler (3), Nils Homscheid (4), Max Neuhaus (2), Alexander Schoss (4), Finley Werschkull (8), Valentin Willner (2). Torhüter: Finn Knaack (14 Paraden).