
Wie häufig werden in Essen Wildtiere angefahren?
Die Kreisjägerschaft in Essen hat dazu eine Statistik - im letzten Jahr wurden 53 Rehe angefahren und getötet. Gerade in den Tagen nach der Umstellung auf die Sommerzeit wird es wieder gefährlich. Dann ist es morgens - wenn viele Autofahrerinnen und Autofahrer unterwegs sind - wieder dämmrig. Da sind im Frühjahr auch wieder viele Wildtiere unterwegs. Wer dann nicht darauf achtet, ob ein Tier aus dem Wald auf die Straße springt, kann das Tier schwer verletzten oder töten. Häufig werden die Tiere verletzt, retten sich dann aber wieder zurück in den Wald und sterben dort an ihren Verletzungen, erklärt Stefan Schulte von der Kreisjägerschaft. Die Jäger finden solche Tiere und können sie dann nur erlösen, wenn sie über den Unfall informiert werden. Deshalb müssen Autofahrerinnen und Autofahrer, wenn sie in einen Unfall mit einem Wildtier verwickelt sind, immer die Polizei rufen.
Was passiert in Essen mit den verletzten Wildtieren?
Die Polizei Essen informiert nach dem Unfall immer den Jäger, der für das jeweilige Gebiet zuständig ist. Der Jäger geht mit seinem Hund auf die Suche nach dem Wildtier und erlöst es, erklärt Stefan Schulte von der Kreisjägerschaft. Die Jäger rufen aber gerade jetzt im Frühjahr wieder dazu auf, langsamer und aufmerksamer in Waldgebieten zum Beispiel in Heidhausen, Kupferdreh oder Stadtwald zu fahren. Wer in einen Unfall mit einem Wildtier verwickelt wird, sollte die Unfallstelle absichern, den Warnblinker anmachen, die Warnweste anziehen und die 110 anrufen. Das ist auch wichtig, wenn das Tier nicht mehr zu sehen ist. Außerdem ist die Unfallaufnahme durch die Polizei wichtig für die Versicherungen. zu guter Letzt müssen auch die Straßen gereinigt werden und das sorgt für lange Staus, wie zuletzt auf der A52.