
Wie barrierefrei ist die Ruhrbahn in Essen?
Wie barrierefrei ist die Ruhrbahn bei uns in Essen? Genau das haben wir das Essener Unternehmen gefragt. Laut Ruhrbahn sind in Essen schon rund 85 Prozent der U-Bahn-Haltestellen barrierefrei. Bei Straßenbahn- und Bushaltestellen sieht das aber noch anders aus. Da ist der Ausbau je nach Haltestelle unterschiedlich weit. Ein Grund dafür: Für Planung und Bau ist hier die Stadt zuständig. Viele Haltestellen sind außerdem schon älter und stammen noch aus vergangenen Jahrzehnten.
Die Ruhrbahn investiert aber gemeinsam mit der Stadt weiter in die Modernisierung. Auf der Steeler Straße in Essen laufen deshalb zum Beispiel gerade größere Bauarbeiten. Mehrere Haltestellen werden dort barrierefrei umgebaut. Dazu gehören Wörthstraße, Knappschaftskrankenhaus und Stadtgarten. Außerdem kommt mit Holbecks Hof noch eine zusätzliche barrierefreie Haltestelle dazu. Das Ziel ist klar: Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollen den Nahverkehr deutlich leichter nutzen können.
Ruhrbahn in Essen will barrierefreier werden
Alle Niederflurbusse und neueren Straßenbahnen in Essen haben ausklappbare Rampen. Wenn sie gebraucht werden, hilft das Fahrpersonal weiter und klappt sie aus. Am Essener Hauptbahnhof gibt es zusätzlich mobile Klapprampen für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer. Die kann man telefonisch unter 0201 826-2000 oder über die ZÄPP-App vorbestellen. Wer möchte, kann sich aber auch direkt an die Servicekräfte vor Ort wenden.
Wichtig ist aber auch: Nicht immer kann eine Rampe eingesetzt werden. Das hat Sicherheitsgründe. Zum Beispiel dann, wenn parkende Autos im Weg stehen oder der Abstand zwischen Fahrzeug und Bordstein zu groß ist, so die Ruhrbahn.
Für blinde und sehbehinderte Menschen gibt es an barrierefrei ausgebauten Haltestellen in Essen taktile Leitelemente und eine kontrastreiche Gestaltung. Ein kompletter barrierefreier Ausbau aller Haltestellen läuft aber noch. Sitzgelegenheiten mit Armlehnen gibt es zum Beispiel bisher noch nicht überall. Eine Übersicht über alle barrierefreien Haltestellen findet Ihr zum Beispiel über die Ruhrbahn-App ZÄPP: Die App lässt sich dann auch direkt auf die eigene Mobilität anpassen.