
2300 Tonnen illegaler Müll in Essen
In Essen sind jeden Tag 30 Mitarbeitende der Entsorgungsbetriebe mit zehn Lastwagen unterwegs, nur um illegalen Müll einzusammeln. Sie finden Autoreifen, Kühlschränke, Bauschutt, vergammelte Mattratzen und stinkenden Hausmüll. Auch klassischer Sperrmüll, der normalerweise kostenlos abgeholt wird, landet immer öfter am Straßenrand. Die wilden Müllkippen in Essen werden somit mehr und größer. Etwa 50 Stellen sind es in der ganzen Stadt, an denen Müll illegal entsorgt wird. Die Mitarbeitenden der EBE erleben oft böse Überraschungen, wenn sie den Müll aufladen wollen. Ratten sind zum Beispiel keine Seltenheit zwischen den Müllbergen. Das erzählen die Müllmänner Kevin und Patrick unserem Radio Essen-Stadtreporter, der einen Morgen mitgeholfen hat, die Wilden Müllkippen aufzuräumen. Einmal haben sie sogar eine obdachlose Frau unter einem der Berge gefunden.
Stadt Essen prüft Hürden für Video-Überwachung
Andere Städte haben bereits damit angefangen, solche Müll-Hotspots per Kamera zu überwachen, um nachverfolgen zu können, wer Müll illegal ablegt. Ob auch in Essen diese Kameraüberwachung kommt, steht noch nicht fest. Die Stadt Essen prüft aktuell eine Kamera- und auch eine Radarüberwachung, die bei Bewegung anspringt. Sie schaut sich in Gelsenkirchen an, wie dort einige Plätze mit Video überwacht werden. Dabei spielt der Datenschutz eine wichtige Rolle, sagen die Essener Entsorgungsbetriebe. Das Gelände auf dem Kameras aufgestellt werden, müsste eingezäunt sein und Schilder müssen darauf hinweisen, dass überwacht wird. Die Aufnahmen müssten aus Datenschutzgründen verpixelt sein und dürfen nur sichtbar gemacht werden, wenn eindeutig zu erkennen ist, dass dort jemand illegal Müll abgeladen hat. Dann wären auch Gesichter zu erkennen. So könnte man Umweltsünder überführen.


