
Wie will die Stadt Essen Staus vermeiden?
Bei der Stadt Essen kümmert sich das Amt für Straßen und Verkehr um die Umrüstung der Ampeln. Intelligente Kameras erfassen den kompletten Verkehr, können sofort erkennen, ob ein langsamer LKW oder ein schnelles Motorrad auf die Kreuzung zufährt. Eine Künstliche Intelligenz wertet die Bilder aus und steuert die Ampelphasen, damit möglichst viele Fahrzeuge bei grün durchfahren können. Die Testphase war nervig, für die Pendler im Essener Süden. Sie standen oft länger als früher vor roten Ampeln im Stau, weil die Technik noch nicht rund lief. Inzwischen ist es etwas besser geworden, sagen mehrere Pendler.
Mitte März, soll die Testphase vorbei sein, dann müsste es besser laufen, sagt Andreas Demny, der Experte beim Amt für Straßen und Verkehr. Eine Grüne Welle auf der Ruhrallee wird es in Berufsverkehr wohl nicht geben, dafür sind dort zu viele Autos unterwegs, etwa 50.000 an normalen Wochenetagen. Seitdem die A52-Brücke zwischen Essen und Düsseldorf repariert wird, fahren noch mehr Autos über die Ruhrallee, heißt es bei der Stadt Essen.
Radio Essen macht den Test im Berufsverkehr
Radio Essen-Hörerin Sigrid, fährt fast jeden Tag über die Konrad-Adenauer-Brücke und biegt dann auf die Wuppertaler Straße ab, um Richtung Innenstadt zu fahren. Während der Testphase ist Sigrid verzweifelt. Sie stand viel länger auf der Brücke, weil die Ampel rot und die Kreuzung verstopft war. Stadtreporter Kostas Mitsalis hat an einem Donnerstag mit Sigrid den Praxistest im Berufsverkehr gemacht. Beide waren am Ende positiv überrascht.

