
Weniger jugendliche Straftäter in Essen? „Haus des Jugendrechts“ zieht Bilanz
Seit 2018 gibt es in Essen das „Haus des Jugendrechts“, um Jugendkriminalität zu reduzieren und jungen Menschen schnell zu helfen. Für das vergangene Jahr wurden nun aktuelle Zahlen und Entwicklungen vorgestellt.
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Was ist das "Haus des Jugendrechts" in Essen?
Im „Haus des Jugendrechts“ in Essen arbeiten Mitarbeitende der Stadt, der Polizei und der Staatsanwaltschaft eng zusammen, um Jugendkriminalität zu reduzieren. Dort betreuen sie jugendliche Straftäterinnen und Straftäter und unterstützen sie im „Mehrfachintensivtäterprogramm“ auf ihrem Weg raus aus der Kriminalität. Die Jugendlichen sind alle zwischen 14 und 20 Jahre alt und kommen aus Essen und Mülheim. Neben dem Mehrfachintensivtäterprogramm gibt es außerdem die Initiative „Kurve kriegen“. Sie richtet sich an Jugendliche im Alter von 8 bis 15 Jahren. Dabei geht es besonders um Interventionsmaßnahmen, damit gefährdete Jugendliche erst gar nicht in die Kriminalität abrutschen.
Positive Bilanz vom "Haus des Jugendrechts" in Essen
Im letzten Jahr wurden 109 Jugendliche als Mehrfachintensivtäter aus Essen und Mülheim betreut. Zum 31. Dezember standen noch 79 Jugendliche unter Betreuung. 20 davon waren in Haft oder haftvorbehalten. 22 Personen wurden neu aufgenommen und 30 entlassen. Das „Haus des Jugendrechts“ zieht eine positive Bilanz: 60 Prozent der ehemaligen Mehrfachintensivtäter im „Haus des Jugendrechts“ sind nicht wieder straffällig geworden. Das ist im Vergleich zu den Vorjahren eine positive Entwicklung, heißt es von der Stadt. Trotzdem wurden neun Ehemalige wieder rückfällig und als Täterinnen und Täter registriert, vier weitere sind sogar in Haft gekommen. Außerdem haben 53 Kinder und Jugendliche das Programm „Kurve kriegen“ erfolgreich abgeschlossen. 25 von ihnen mussten danach auch nicht weiter betreut werden, neun wurden hingegen in das Mehrfachintensivtäterprogramm überführt.