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Warnstreik in Essen an der Uniklinik - Was heißt das jetzt?
© Kerstin Kokoska/ FUNKE Foto Services
Uniklinik Essen
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Warnstreik in Essen an der Uniklinik - Was heißt das jetzt?

In Essen ruft die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten an der Uniklinik für zwei Tage zum Warnstreik auf. So könnte sich das auswirken.

Veröffentlicht: Montag, 12.01.2026 09:47

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Wie wirkt sich der Streik in Essen aus?

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An der Uniklinik Essen hat die Gewerkschaft Verdi alle Beschäftigten am Dienstag (13. Januar) und am Mittwoch (14. Januar) zum Warnstreik aufgerufen. Es ist aber nicht klar, wie viele Beschäftige sich am Warnstreik beteiligen werden. Alle Notfälle werden aber auf jeden Fall versorgt, erklärt ein Sprecher der Uniklinik auf Radio Essen-Nachfrage. Ob und wie viele geplante Operationen abgesagt werden, kann der Sprecher nicht einschätzen. Das hängt davon ab, wie viele Beschäftigte sich am Warnstreik beteiligen. Jonas Schwabedissen, Verdi-Vertrauensleutesprecher an der Uniklinik erklärt dazu:

"Viele von uns können nicht in den Streik, weil die Personaldecke schon im Normalbetrieb viel zu kurz ist, um den Bedarf auch nur im Ansatz zu decken", so Schwabedissen.

Für die Beschäftigten sei das ein massiver Eingriff in ihre Grundrechte, erklärt er weiter. Auch die Gewerkschaft betont, dass alle die Notdienstvereinbarung erfüllen werden. Die Klinikleitung wurde rechtzeitig über den geplanten Warnstreik informiert.

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Warum streiken in Essen die Beschäftigten an der Uniklinik?

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Der Warnstreik in Essen an der Uniklinik ist ein Signal an die Vertreter der Arbeitgeber. In den aktuell laufenden Tarifverhandlungen mit den Vertretern der Tarifgemeinschaft deutscher Länder haben die Arbeitgebervertreter noch kein Angebot vorgelegt. Die erste Tarifrunde war Anfang Dezember. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro, und für die Nachwuchskräfte mindestens 200 Euro sowie eine unbefristete Übernahme.

"Während die Lebenshaltungskosten weiter explodieren, erleben wir spürbare Reallohnverluste - Applaus, warme Worte oder Obstkörbe zahlen weder Miete noch die steigenden Lebensmittel- und Energiekosten", sagt Vera Winnemund, Verdi-Bezirksgeschäftsführerin.

Die nächste Tarifrunde ist am Donnerstag (15. Januar) und am Freitag (16. Januar) in Potsdam. Dann wird sich zeigen, ob die Arbeitgebervertreter ein Angebot machen und wie es bei den Verhandlungen für die Beschäftigen der Uniklinik weiter geht.

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