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 Verallia-Aus in Essen: So geht es jetzt weiter
© Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services
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Verallia-Aus in Essen: So geht es jetzt weiter

Über 300 Menschen in Essen verlieren ihren Job bei Verallia. Die Arbeitsagentur hat jetzt ein besonderes Angebot gestartet.

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Jobsuche in Essen: 300 Verallia-Mitarbeitende suchen noch immer Arbeit

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"Die Jobsuche in Essen ist katastrophal." Diese Erfahrung machen gerade auch die über 300 Mitarbeitenden des Glaswerks Verallia in Karnap. Seit dem Aus im Frühjahr suchen viele vergeblich einen neuen Job. Die Agentur für Arbeit will helfen. Am Mittwoch (16. September) hat sie die zweite "Arbeitsmarktdrehscheibe" veranstaltet. Dabei kamen Mitarbeitende direkt im Erdgeschoss der Agentur am Berliner Platz mit den Unternehmen direkt ins Gespräch, die Personal suchen.

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Wie geht es mit den Verallia-Mitarbeitern in Essen weiter?

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Bei der "Arbeitsmarktdrehscheibe" in Essen können die Beschäftigten so unkompliziert Kontakte knüpfen und sich direkt vorstellen. Im besten Fall finden sie so ihren neuen Arbeitgeber. Bereits im Mai hatte die Agentur eine erste Drehscheibe organisiert. Das Angebot wurde sehr gut genutzt. Damals haben einige Verallia-Kollegen schon eine neue Arbeit gefunden. Andrea Demler leitet die Essener Agentur für Arbeit und begleitet die Verallia-Mitarbeitenden von Anfang an.

"Unser Ziel ist es wirklich die Arbeitslosigkeit weitestgehend zu vermeiden. Unsere Rolle ist es, die Mitarbeitenden in den individuellen Lösungen zu unterstützen und die Hilfestellung von A bis Z anzubieten."
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Betriebsratsvorsitzender in Essen: Neustart nach vier Jahrzehnten

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Von der Schließung in Essen ist jeder einzelne Mitarbeitende betroffen. Auch Michael Haupthoff hat es aus dem Nichts getroffen. Er arbeitet seit 43 Jahren bei Verallia. Angefangen hat er mit einer Ausbildung, später wurde er zum stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden gewählt. Seit der Bekanntmachung steht er mit der Agentur für Arbeit im Kontakt und unterstützt seine Kollegen, wo es geht. Der Neustart ist auch für ihn ein schwieriger Schritt:

"Für mich wird es auch schwierig. Wenn meine Kündigungsfrist greift, dann bin ich fast 60. Wir sollen alle länger arbeiten, am besten bis 67 oder noch länger - es gibt aber keine Arbeitsplätze."

Trotzdem sieht Michael Haupthoff Hoffnung in der Drehscheibe und motiviert seine Kollegen teilzunehmen:

"Dass die Jungs erstmal ihre Angst verlieren müssen, sich nach 39 oder mehr Jahren einem anderen Arbeitgeber zu präsentieren, ist klar. Die meisten von uns kennen nichts anderes. Aber ich bin trotzdem guter Dinge, dass diese Firmen hier großes Interesse zeigen, uns einzustellen."

Nach dem Erfolg der ersten Drehscheibe plant die Agentur für Arbeit in Essen noch weitere solcher Angebote für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Verallia aus Karnap.

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 Verallia-Aus in Essen: So geht es jetzt weiter
Michael Haupthoff, Stellvertretender Betriebsratvorsitzender der Verallia
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