Unterschriften für Klimaschutz an Politiker in Essen

Die Aktivisten von "Fridays for Future" fordern mehr Einsatz für den Klimaschutz von den Essener Politikern. Die beraten heute über den Haushalt der Stadt für die nächsten zwei Jahre. Den Aktivisten stehen im Haushalt zu wenig Vorschläge für den Klimaschutz. Sie sagen, wenn nicht jetzt gehandelt wird, sei es zu spät.

Große Menschenmenge vor einer Bühne auf dem Willy-Brandt-Platz in der Essener Innenstadt
© Kostas Mitsalis / Radio Essen

CO2-Budget in 10 Jahren aufgebraucht

Die Wissenschaftler in der "Fridays for Future"-Bewegung rechnen damit, dass in zehn Jahren unser CO2-Budget aufgebraucht ist. Das bedeutet, dass wir den Temperaturanstieg nicht mehr bremsen können. Die Folgen seien immer heißere Sommer, Bäume und Pflanzen wachsen nicht mehr und gingen zugrunde. Deshalb fordern die Aktivisten von den Politikern mehr Einsatz. Gerade im Haushalt der Stadt, den die Politiker heute im Rat verabschieden wollen, müssten mehr Maßnahmen für den Klimaschutz finanziert werden. Die Aktivisten fordern den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, der Radwege und weniger Autos auf den Straßen. Die Stadt müsse mehr tun und schneller handeln. Das Paket mit ihren Forderungen überreichen sie heute den Politikern und dem Oberbürgermeister vor der Ratssitzung.

Freitag ist Klima-Aktionstag

Am Freitag wollen die Fridays, Students, Parents und Scientists for Future gemeinsam bei einem großen Aktionstag über die Folgen des Klimawandels informieren. Auf dem Viehofer Platz wird es auf einer Bühne mehrere Vorträge und Musik geben. Da spricht unter anderem der Chef des Deutschen Wetterdienstes über die Entwicklung des Klimas, Franziska Heinisch von der FFF-Bewegung hält ebenfalls eine Rede über die Folgen des Temperaturanstiegs. Die Veranstaltung ist von 11.00 bis 16.00 Uhr auf dem Viehofer Platz.

Über Mittag wird es noch eine Demonstration rund um die Essener Innenstadt geben. Die FFF-Aktivisten ziehen vom Viehofer Platz über die Schützenbahn, die Freiheit, die Hindenburgstraße, den Limbecker Platz, die Friedrich-Ebert-Straße und dann zurück zum Viehofer Platz. Danach gibt es dort weitere Reden und Musik. Die Aktivisten haben 2000 Teilnehmer angemeldet. Während der Demonstration kann es also zu Verkehrsbehinderungen kommen, sagt die Polizei.

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