
Was ist auf dem Gelände von "Essen 51" passiert?
Im Norden von Essen, rund um den Berthold-Beitz-Boulevard, die Pferdebahnstraße und die Helenenstraße soll der Stadtteil "Essen 51" entstehen. Seit dem ersten Spatenstich im Jahr 2018 hat sich auf der Brachfläche aber nicht mehr besonders viel getan. Vor einigen Wochen hat die Staatsanwaltschaft Dortmund dann Bodenproben auf dem Gelände entnommen. Außerdem wurden Geschäftsräume der zuständigen Thelen-Gruppe durchsucht und Unterlagen sichergestellt. Hintergrund sei ein Verdacht der städtischen Umweltbehörden, dass auf dem Gelände möglicherweise verunreinigter Boden entsorgt wurde. Das zeigen Recherchen der WAZ Essen.
Was sagen die Verantwortlichen in Essen?
Im Bericht der WAZ Essen weist die Thelen-Gruppe die Vorwürfe zurück. Sie erklärt, sie hätte auf dem Gelände keine unzulässigen Bodenmaterialien oder Abfälle abgeladen. Laut Thelen geht es bei dem von den Ermittlern untersuchten Material um oberirdisch zwischengelagerten Boden, der bislang nicht verbaut worden sei. Noch ungeklärt ist, gegen wen genau sich der Verdacht und die Ermittlungen richtet, woher das Material stammt, wer es dort abgelagert hat und wie lange es dort schon liegt. Antworten darauf soll es geben, wenn das gesicherte Material untersucht wurde.
Wie ist der Stand bei "Essen 51"?
Auf dem Gelände von "Essen 51" rollen schon lange keine Bagger mehr. Der Bebauungsplan muss noch endgültig beschlossen werden. Wann das passiert ist noch nicht klar. Im Bericht der WAZ plant die Thelen-Gruppe aber mit einem Baustart im Jahr 2027. Auf dem 40 Hektar großen Gelände will die Thelen-Gruppe 1.700 Wohnungen, eine Grundschule, drei Kitas sowie Gewerbe und Gastronomie bauen.