
Zäher Beginn in Potsdam mit vielen Fehlern
Der TUSEM Essen hat beim Tabellenvierten VfL Potsdam ein 32:32 (13:12) erkämpft und damit ein wichtiges Zeichen im Abstiegskampf gesetzt. Die Partie begann jedoch holprig: Beide Teams leisteten sich zahlreiche technische Fehler, der Spielfluss blieb über weite Strecken auf der Strecke. Potsdam startete besser und ging früh mit 3:0 in Führung, doch der TUSEM kämpfte sich zurück - auch dank eines starken Finn Knaack im Tor. Gegen Ende der ersten Halbzeit stabilisierten sich die Essener und gingen mit einer knappen Führung in die Pause.
TUSEM Essen nutzt Tempo und übernimmt Kontrolle
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der TUSEM deutlich verbessert. Vor allem im Tempospiel fanden die Gäste nun Lösungen und erspielten sich klare Vorteile. Max Neuhaus, Tim Mast und Felix Eißing sorgten mit schnellen Treffern für eine zwischenzeitliche Vier-Tore-Führung. Auch die Defensive arbeitete phasenweise kompakt, während Knaack weiterhin wichtige Paraden zeigte. Dennoch verpassten es die Essener erneut, sich entscheidend abzusetzen - ähnlich wie in vergangenen Partien.
Potsdam kommt zurück - Entscheidung in der Schlussphase
In der Schlussphase erhöhte Potsdam den Druck und profitierte von kleinen Fehlern im Essener Angriffsspiel. Vor allem Jannek Klein und Rune Laskowski übernahmen Verantwortung und führten die Gastgeber zurück ins Spiel. Der TUSEM hielt dagegen, ließ aber in den entscheidenden Momenten die letzte Konsequenz vermissen. Ein Ballverlust im Zeitspiel kurz vor Schluss brachte Potsdam noch einmal in Ballbesitz - und der Ausgleich fiel mit der letzten Aktion der Partie.
Wichtiger Punkt mit Signalwirkung
Trotz der verpassten Siegchance kann der TUSEM den Punktgewinn als Erfolg verbuchen. Gegen einen Aufstiegsanwärter zeigte die Mannschaft eine engagierte Leistung und sammelte wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Da auch Konkurrent HSG Krefeld parallel verlor, klettern die Essener vorerst wieder über den Strich. Die Aufgabe bleibt jedoch anspruchsvoll - schon im nächsten Spiel wartet mit dem HC Elbflorenz die nächste Herausforderung.
Cheftrainer Hövels: "Ein Punkt näher am Ziel"
TUSEM-Cheftrainer Kenji Hövels zeigte sich nach dem 32:32 gegenüber Radio Essen zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Vor allem die Defensive und Torhüter Finn Knaack hob er hervor, der dem Team bereits in der ersten Halbzeit Stabilität gab. Nach der Pause sah Hövels sein Team lange spielbestimmend und zwischenzeitlich klar in Führung. Erst in der Schlussphase habe Potsdam seine Qualität ausgespielt, während beim TUSEM sowohl in der Abwehr als auch im Angriff etwas die Durchschlagskraft fehlte. Dennoch ordnete der Trainer den Punktgewinn positiv ein: Er bringe die Mannschaft ihrem Ziel ein Stück näher und bestätige die Entwicklung der vergangenen Trainingswoche.
Essen in Zahlen: Torschützen und Paraden
1. VfL Potsdam - TUSEM Essen 32:32 (12:13).
VfL Potsdam: Nils Fuhrmann (2), Tim Hildenbrand (1), Jannek Klein (7), Dustin Kraus (7), Rune Laskowski (3), Markus Mahr (2), Nicolas Paulnsteiner (2), Tim Niclas Schröder (5), Marvin Siemer (3). Torhüter: Maximilian Grundmann (1 Parade), Frederik Höler (5 Paraden).
TUSEM Essen: Felix Eißing (5), Felix Göttler (3), Maximilian Hejny (2), Nils Homscheid (2), Felix Mart (2), Tim Mast (4), Max Neuhaus (5), Jan Reimer (3), Alexander Schoss (4), Valentin Willner (2). Torhüter: Finn Knaack (12 Paraden).