
TUSEM Essen verliert nach Aufholjagd in Hüttenberg
Der TUSEM Essen zeigt beim ersten Auswärtsspiel des Jahres Moral und kommt nach schwachem Start stark zurück. Doch am Ende fehlen die Kraft und die Konsequenz, um beim TV Hüttenberg etwas Zählbares mitzunehmen.
Veröffentlicht: Samstag, 14.02.2026 20:48
TUSEM Essen verschläft den Start im Sportzentrum Hüttenberg
Der Beginn des Spiels am Samstagabend (14. Februar) war vielversprechend: Alexander Schoss erzielte den ersten Treffer der Partie für den TUSEM Essen. Doch danach übernahmen die Gastgeber schnell die Kontrolle. Hüttenberg nutzte technische Fehler der Essener konsequent aus und kam immer wieder zu einfachen Toren. Besonders das Tempospiel der Mittelhessen stellte die Essener vor große Probleme.
Bereits nach zwölf Minuten lag der TUSEM deutlich mit 5:12 zurück. Die Mannschaft wirkte verunsichert und fand kaum Lösungen gegen die aggressive Abwehr des TV Hüttenberg. Auch Torhüter Dominik Plaue, der ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein im Tor stand, konnte den frühen Rückstand nicht verhindern. Hüttenberg spielte mit viel Selbstvertrauen und dominierte die Anfangsphase klar.
TUSEM Essen zeigt Moral und kämpft sich zurück ins Spiel
Doch der TUSEM gab sich nicht auf. Angeführt von Felix Mart und Kapitän Max Neuhaus fand die Mannschaft zunehmend besser ins Spiel. Die Essener nutzten nun die Räume konsequenter, verteidigten aggressiver und verkürzten den Rückstand Schritt für Schritt.
Besonders Mart übernahm Verantwortung und setzte wichtige Impulse im Angriff. Beim Stand von 17:20 war der TUSEM wieder in Schlagdistanz und auch die Körpersprache hatte sich deutlich verändert. Zur Halbzeit lag Essen mit 19:23 zurück - ein Rückstand, der nach der schwachen Anfangsphase noch Hoffnung ließ.
TUSEM Essen bleibt dran – doch Hüttenberg hält den Abstand
Nach dem Seitenwechsel versuchte der TUSEM, weiter Druck aufzubauen. Felix Eißing verkürzte per Gegenstoß und auch die Defensive arbeitete engagiert. Dennoch gelang es den Gastgebern immer wieder, den Vorsprung zu behaupten.
Hüttenberg spielte routiniert, während Essen mehrere klare Chancen ungenutzt ließ. Torhüter und Abwehr der Gastgeber verhinderten in dieser Phase eine mögliche Wende. Auch personell ging der TUSEM an seine Grenzen: Viele Spieler, darunter Neuhaus und Mart, standen nahezu durchgehend auf dem Feld.
TUSEM Essen fehlen in der Schlussphase die Kräfte
In der Schlussphase versuchte der TUSEM Essen noch einmal alles, doch die Kräfte ließen sichtbar nach. Hüttenberg nutzte diese Phase, um den Vorsprung weiter auszubauen. Trotz aller Bemühungen gelang es Essen nicht mehr, entscheidend heranzukommen.
Am Ende stand eine 34:37-Niederlage aus Essener Sicht. Nach dem schwachen Beginn hatte sich der TUSEM eindrucksvoll zurückgekämpft, doch die Hypothek der Anfangsphase und fehlende Konsequenz in entscheidenden Momenten verhinderten ein besseres Ergebnis.
TUSEM-Cheftrainer Hövels sieht verpasste Chance
TUSEM-Trainer Kenji Hövels haderte nach der Niederlage vor allem mit der schwachen Anfangsphase seiner Mannschaft. Defensiv wie offensiv habe sein Team früh große Probleme gehabt, wodurch Hüttenberg schnell davongezogen sei. Das sagte Hövels gegenüber Radio Essen. Positiv bewertete er aber die Reaktion seiner Spieler, die sich trotz des deutlichen Rückstands zurückkämpften. In den entscheidenden Momenten habe jedoch die Konsequenz gefehlt, den Rückstand weiter zu verkürzen.
Trotz der Enttäuschung über die Niederlage sah Hövels Fortschritte im Spiel seiner Mannschaft, insbesondere in der Mentalität und dem Glauben, auch schwierige Spiele noch drehen zu können. Sorgen bereiteten zudem die muskulären Probleme von Tim Mast und Alexander Schoss, deren genaue Diagnose noch aussteht.
Essen in Zahlen: Torschützen und Paraden
TV 05/07 Hüttenberg - TUSEM Essen 37:34 (23:19).
TV 05/07 Hüttenberg: Danil Dyatlov (1), Leif Haack (4), Paul Kompenhans (4), David Kuntscher (7), Paul Ohl (3), Vit Reichl (4), Tim Rüdiger (6), Hendrik Schreiber (2), Philipp Schwarz (6). Torhüter: Simon Böhne (5 Paraden), Yahav Shamir (10 Paraden).
TUSEM Essen: Felix Eißing (3), Felix Göttler (1), Oskar Kostuj (5), Felix Mart (7), Tim Mast (3), Max Neuhaus (5), Alexander Schoss (1), Finley Werschkull (4), Valentin Willner (2), Finn Wolfram (3). Torhüter: Finn Knaack (16 Paraden).