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TUSEM Essen mit Willenssieg gegen die Eulen

Der TUSEM Essen erlebt im ersten Spiel 2026 gegen die Eulen Ludwigshafen einen Abend voller Spannung, Emotionen und Wendungen. Nach einer schwierigen Phase findet das Team von Kenji Hövels zurück in die Spur und kämpft sich in der Schlussphase zu einem wichtigen Erfolg.

Veröffentlicht: Freitag, 06.02.2026 20:55

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TUSEM Essen startet mit Energie ins Jahr 2026

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Nach der EM-Pause herrschte in der Sporthalle "Am Hallo" in Essen sofort eine hitzige Stimmung. 2377 Zuschauer sorgten am Freitagabend (6. Februar) für eine laute Atmosphäre, darunter rund 100 mitgereiste Fans aus Ludwigshafen. Der TUSEM wirkte von Beginn an präsent, auch wenn die ersten Minuten von Nervosität und technischen Fehlern geprägt waren.

Felix Eißing glich früh aus, während Dominik Plaue sich mit ersten Paraden meldete. Die Eulen zeigten sich jedoch variabel und effizient, insbesondere über Tim Schaller vom Siebenmeterpunkt. Essen hielt kämpferisch dagegen, doch im Angriff fehlte zunächst die letzte Präzision.

Als Alex Schoss früh eine Zeitstrafe kassierte, nutzten die Gäste ihre Überzahl. Dennoch blieb der TUSEM dran - vor allem dank viel Einsatz in der Defensive und Präsenz am Kreis durch Valentin Willner.

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TUSEM Essen bleibt dran - aber liegt zur Pause hinten

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Mitte der ersten Halbzeit kam Finn Knaack für Plaue ins Tor und brachte sofort mehr Stabilität. Essen wirkte jetzt kompakter, Max Neuhaus traf zum Ausgleich, Oskar Kostuj zeigte Durchschlagskraft. Die Partie blieb intensiv, viele Aktionen wurden hart geführt und konsequent gepfiffen.

Kurz vor der Pause hatte der TUSEM Essen die Chance, näher heranzukommen, doch ein vergebener Siebenmeter verhinderte das. Stattdessen erhöhten die Eulen noch einmal. Finley Werschkull traf mit der Schlusssirene zum 12:14 - Essen war bemüht, aber noch nicht effizient genug.

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TUSEM Essen gerät nach der Pause zunächst ins Hintertreffen

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Der zweite Durchgang begann schlecht für die Gastgeber. Zwei technische Fehler führten zu schnellen Gegentoren. Ludwigshafen zog auf 18:15 davon. Kenji Hövels nahm früh die Auszeit, doch zunächst fehlte die nötige Ruhe im Angriff.

Knaack blieb jedoch ein Rückhalt und verhinderte Schlimmeres. Gleichzeitig arbeitete sich Alex Schoss immer stärker ins Spiel, übernahm Verantwortung und hielt Essen mit wuchtigen Abschlüssen in Schlagdistanz.

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TUSEM Essen dreht das Spiel in hitziger Phase

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Mitte der zweiten Halbzeit kippte die Stimmung zugunsten der Hausherren. Essen verteidigte aggressiver, gewann wichtige Bälle und kam Stück für Stück heran. Beim 23:23 war das Spiel wieder offen - die Halle stand Kopf.

Eine Zeitstrafe gegen die Eulen spielte dem TUSEM in die Karten. Kurz darauf folgte der wohl spektakulärste Moment des Abends: Finn Knaack parierte, Eißing traf anschließend selbst aus der eigenen Hälfte ins leere Tor. Wenig später erhöhte Werschkull ebenfalls ins verwaiste Tor.

Die Partie wurde emotional, aber blieb größtenteils fair. Essen wirkte jetzt entschlossener und übernahm die Kontrolle.

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TUSEM Essen gewinnt den Krimi

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In der Crunchtime blieb der TUSEM ruhig. Max Neuhaus traf sehenswert gegen seinen Ex-Klub, Felix Mart verwandelte seine Siebenmeter sicher und die Abwehr arbeitete konzentriert. Auch als Ludwigshafen noch einmal verkürzte, ließ sich Essen nicht aus der Ruhe bringen. Hövels nahm kurz vor Schluss die Auszeit, seine Mannschaft spielte die letzten Sekunden clever herunter - und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Mit 30:29 feierte TUSEM Essen zwei enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf.

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Alexander Schoss: "Wir waren die deutlich bessere Mannschaft!"

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Radio EssenDie Stimme zum Spiel mit Alexander Schoss
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Kenji Hövels: "Ich bin unfassbar stolz"

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Radio EssenKenji Hövels zum Spiel
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Essen in Zahlen: Torschützen und Paraden

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TUSEM Essen - Eulen Ludwigshafen 30:29 (12:14).

TUSEM Essen: Felix Eißing (2), Felix Göttler (6), Oskar Kostuj (2), Felix Mart (1), Max Neuhaus (3), Alexander Schoss (7), Finley Werschkull (6), Valentin Willner (3). Torhüter: Finn Knaack (10 Paraden), Dominik Plaue (2 Paraden).

Eulen Ludwigshafen: Marc-Robin Eisel (3), Alexander Falk (1), Mihailo Ilic (1), Finn-Lukas Leun (2), Matteo Menges (1), Lars Röller (3), Tim Schaller (4), Friedrich Schmitt (3), Kian Schwarzer (1), Theo Straub (1), Frederic Stüber (2), Rene Zobel (7). Torhüter: Mats Grupe (12 Paraden).

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Der Plaue-Abschied als Hintergrundrauschen

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Während auf der Platte der Kampf um Punkte tobte, hatte der TUSEM wenige Tage zuvor eine Personalentscheidung bekannt gegeben, die für Gesprächsstoff gesorgt hatte: Torhüter Dominik Plaue wird den Verein zum Saisonende verlassen, sein Vertrag wird nicht verlängert. Der 30-Jährige war im Sommer 2024 vom ThSV Eisenach nach Essen gekommen und hatte sich schnell als wichtiger Rückhalt etabliert. Mit 132 Paraden in der laufenden Saison ist er eine feste Größe zwischen den Pfosten.

Plaue hatte seine Enttäuschung offen formuliert, aber gleichzeitig betont, wie wohl er sich in Essen gefühlt habe und dass er die kommenden Monate mit seinen Teamkollegen noch genießen wolle. Auch Trainer Kenji Hövels würdigte Plaue ausdrücklich für seine Professionalität, seine Einstellung und seinen vorbildlichen Umgang mit Mannschaft und Staff.

An diesem Abend blieb Plaue zunächst jedoch nur eine Nebenrolle. Nach seinem frühen Wechsel musste er zusehen, wie Finn Knaack das Spiel zunehmend prägte.

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