ThyssenKrupp trennt sich von Vorstandschef Kerkhoff

Der Chef von ThyssenKrupp muss gehen. Der Vertrag mit Guido Kerkhoff wurde am Montag aufgelöst. Jetzt übernimmt die Chefin des Aufsichtsrats.

© Anne Schweizer / Radio Essen

Chef von ThyssenKrupp in Essen muss gehen

Thyssenkrupp trennt sich wie erwartet von Vorstandschef Guido Kerkhoff. Am Dienstag übernimmt erst einmal die Chefin des Aufsichtsrats Martina Merz den Job. Sie soll maximal ein Jahr lang Chefin sein, dann kehrt sie in den Aufsichtsrat zurück. Kerkhoff war erst seit Juli Chef bei ThyssenKrupp.

Viele Probleme bei ThyssenKrupp

Zuletzt hatte es bei ThyssenKrupp aus dem Westviertel immer wieder Probleme gegeben. Der Zusammenschluss von ThyssenKrupp und der Stahlfirma Tata ist gescheitert. Die EU Wettbewerbshüter hatten gesagt, dass Stahl dadurch in Europa deutlich teurer werden würde. Viele Firmen sind aber auf Stahl angewiesen, unter anderem Autobauer und Fabriken für Konserven, heißt es. Teurerer Stahl würde damit zu einem "ernsthaften Schaden" führen. ThyssenKrupp hatte von den Bedenken erfahren. Deshalb wurde der Zusammenschluss mit Tata im Mai gestoppt. Gleichzeitig wurde auch die Aufspaltung von ThyssenKrupp in zwei Teile abgesagt. Außerdem ist ThyssenKrupp aus dem DAX abgestiegen und wird jetzt im MDAX gehandelt. ThyssenKrupp und der Vorgänger Thyssen waren im DAX seit es ihn gibt, immerhin seit über 30 Jahren. Experten sagen, dass er aber auch die Chance zur Erholung ist. Im MDAX wird ThyssenKrupp ein sichtbarer und dominanter Wert, heißt es. Die Firma aus dem Westviertel musste absteigen, weil sie von den Zahlen her schon länger nicht mehr zu den Top-Firmen in Deutschland gehört.

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