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Streit in Essen um Neubau - Anwohner starten Petition
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Streit in Essen um Neubau - Anwohner starten Petition

Ein neues Mehrfamilienhaus in Essen sorgt bei den Anwohnern für großen Ärger. Das neue Haus soll deutlich größer und massiver werden, als alle anderen in der Umgebung. Dagegen wehren sich die Anwohner mit einer Petition.

Veröffentlicht: Dienstag, 03.02.2026 14:47

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Wo soll in Essen neu gebaut werden?

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In Essen soll an der Schmachtenbergstraße Ecke Kemmannsweg ein großes Mehrfamilienhaus gebaut werden. Rund herum stehen aber nur Einfamilienhäuser mit großen Gärten. Wenn auf der Ecke dieses neue Haus gebaut wird, wird sich die gesamte Umgebung stark verändern. Das Problem: wenn einmal so ein großes Haus steht, können auch andere Bauherren genauso groß bauen. Werden dann andere Grundstücke in der Gegend ebenfalls verkauft, dauert es nicht lange bis auch dort ein weiteres großes Haus steht. Die Anwohnerinnen und Anwohner aus der Siedlung am Kemmannsweg und am Berchermer Weg haben deshalb eine Petition gestartet und bereits 1500 Unterschriften gesammelt. Die Petition und ihre Argumente haben sie in dieser Woche auch Oberbürgermeister Thomas Kufen vorgetragen.

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Warum kann in Essen dort eigentlich nicht so gebaut werden wie geplant?

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In Essen gibt es für das Viertel rund um den Kemmannsweg eine alte Ortssatzung. Darin haben in den 50er Jahren die Politikerinnen und Politiker der Gemeinde Kettwig festgelegt, wie groß die Häuser sein dürfen, die dort gebaut werden und sogar wie sie aussehen sollen. So entstanden damals die Einfamilienhäuser mit ausgebauten Dächern und schönen Vorgärten. Seit der letzten Sitzung der Bezirksvertreterinnen und Bezirksvertreter für Kettwig gibt es auch hier Widerstand. Alle haben sich gegen eine Aufhebung der Ortssatzung ausgesprochen. Diese Aufhebung hat die Verwaltung der Stadt Essen vorgeschlagen, um dem Bauträger die Möglichkeit zu geben, das große Mehrfamilienhaus zu bauen. Allerdings gibt es unterschiedliche Auffassungen, ob die alte Ortssatzung noch gültig ist oder nicht. Deshalb hat die Bezirksbürgermeisterin der CDU Gabriele Kipphardt einen ausführlichen Fragenkatalog an die Verwaltung geschickt. Ob und wie an der Schmachtenbergstraße demnächst gebaut wird, ist also noch nicht entschieden. Politikerinnen und Politiker sollen darüber am Donnerstag im Stadtplanungsausschuss beraten und danach am Mittwoch (11. Februar) im Rat entscheiden.

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