Stopp für Bergmann-Ampeln in Essen

In Essen wird es vorerst keine Bergleute als Ampelmännchen geben. Die Stadt Essen hat das Vorhaben der der Bezirksvertretung gestoppt. An vier Stellen in Altenessen und Vogelheim sollten die Bergmann-Ampeln statt normaler Ampeln leuchten.

© Charleen Sternad / Radio Essen

Vorerst keine Bergmann-Ampeln in Essen: Vorschrift ist Schuld

Grüne, gelbe und rote Bergmänner statt normaler Männchen: Das war der Wunsch der Bezirksvertreten für Essen-Altenessen und Essen-Vogelheim. Vier Ampeln sollten die besonderen Lichter bekommen. Die Stadt hat das Vorhaben jetzt aber gestoppt. Der Grund: Laut bundesweiter Vorschrift muss das Symbol für eine Fußgängerampel ein "schreitender Fußgänger" sein. Einen Gestaltungsspielraum gäbe es nicht, so ein Gutachter, denn neben der Vorschrift gibt es ein Bild, wie dieser Fußgänger auszusehen hat. Wer das anders macht, könne für Unfälle an der Stelle haftbar gemacht werden, heißt es.

Mainz und Bremen schätzen Ampel-Vorschrift anders ein

Andere Städte in Deutschland schätzen die Ampel-Vorschrift offenbar anders ein: In Mainz gibt es bereits Ampeln mit den berühmten Mainzelmännchen. In Duisburg gibt es sogar schon Bergleute als Ampelmännchen. Selbst die Stadt Essen scheint das Thema vor einigen Jahren noch anders eingeschätzt zu haben: Am Berliner Platz leuchten seit 2011 schon DDR-Ampelmännchen. Das Thema könnte also noch nicht vom Tisch sein.

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