
Stadtgeheimnisse in Essen: Was soll das bedeuten?
Im Segeroth-Park in Essen steht ein alter Mini-Bunker. In Rüttenscheid steht ein kurioser Schriftzug auf einem Kiosk. Und eine Treppe auf Zollverein führt ins Nichts. Was hat es mit diesen Essener Stadtgeheimnissen auf sich? Wir haben nachgeforscht.
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Öffentliche Kunst in Essen
Ein Kunstwerk in Essen sorgt seit Jahrzehnten für Verwirrung. 700? Zoo? Oder einfach nur zwei Nullen? Fast 40 Jahre steht das Kunstwerk schon in Rüttenscheid und noch immer wissen nicht alle, was es bedeuten soll. 1989 wurde der Schriftzug "Zoo" von Albert Hien in Essen am Rüttenscheider Markt errichtet. Dass man nicht sofort sieht was das bedeuten soll, ist Absicht. Sabine Peretzke ist Architektin und arbeitet bei der Stadt Essen im Bereich "Kunst im öffentlichen Raum". Sie weiß:
"Das ist ein ziemlich einzigartiges Kunstwerk für Essen"
Für was steht das Kunstwerk in Essen?
Hier steht tatsächlich "Zoo" und nicht "700". Aber das heißt nicht, dass es bei dieser Bedeutung bleiben muss.
"Kunst öffnet sich ja und wird von Menschen jederzeit auch anders gelesen. Vielleicht ist irgendwann auch die Darstellung 700 - wer weiß?", meint Sabine Peretzke.
Die "Himmelsleiter" in Essen
Auf Zeche Zollverein, in der Nähe der Kokerei, steht eine Treppe die ins Nichts führt. Seit 2014 kann man 38 Stufen hinauf gehen - aber wohin? Sie hat gar kein Ziel. Andre Dekker ist Teil des holländischen Künstlerkollektivs "Observatorium", die damals die Idee dazu hatten. Für ihn ist die Treppe nicht nur eine Aussichtsplattform sondern eine wichtige Anspielung an die Industriekultur in Essen.
Ein-Mann-Bunker in Essen
Wer durch den Segeroth-Park in Essen spazieren geht, kann so einiges entdecken. Im Gebüsch steht eine sonderbare Struktur, geformt wie ein Zuckerhut, etwas größer als ein Mensch. Das ist eine der 10 Splitterschutzzellen in Essen. Dieser steht einsam und allein in der Nähe von alten Bahnschienen. Aber warum?
Während des zweiten Weltkriegs wurden in Essen Splitterschutzzellen als Zufluchtsort bei Fliegerangriffen gebaut. Wenn Schienenarbeiter nämlich unter Beschuss gerieten, mussten sie sich schnell in Sicherheit bringen. Die Bunker waren extra so gebogen geformt, um Geschosse richtig ablenken zu können. Durch die Sehschlitze konnten sie die Lage beobachten und bekamen genug Luft.








