
Fußball in Essen: Schonnebeck kämpft seit Jahren um den Aufstieg
Die Spielvereinigung Schonnebeck zählt seit Jahren zu den Topteams in der Oberliga Niederrhein, der fünfthöchsten Spielklasse im Fußball in NRW. Mit dem Aufstieg in die Regionalliga will es aber einfach nicht klappen, dabei stand die Mannschaft aus dem Essener Norden schon einmal ganz oben in der Tabelle. Trotz der Meisterschaft in der Saison 2023/24 durften die Schonnebecker nicht aufsteigen. Das Stadion am Schetters Busch genügte den Ansprüchen des Westdeutschen Fußballverbandes nicht.
Die Stadt Essen reagierte und beschloss im November 2024 den Umbau des Stadions. Nachdem der Aufstieg in der Saison auf der Zielgrade verpasst wurde und an die SSVg Velbert ging, ließ die Stadt die Pläne fallen. Nach Gesprächen mit dem Verein, heißt es von der Stadt. Stattdessen soll jetzt ein anderes Stadion umgebaut werden.
Warum will die Stadt Essen den Sportpark am Hallo umbauen?
Die Wahl der Stadt ist auf die Bezirkssportanlage Am Hallo gefallen. Seit 2001 gibt es hier Anlagen für Leichtathletik und zwei Kunstrasenfelder. Das Stadion mit Naturrasen soll jetzt fit für die Regionalliga gemacht werden - vereinsunabhängig. Bei einem Aufstieg in den nächsten Jahren könnte die Anlage also auch von Adler Union Frintrop oder dem FC Kray genutzt werden. Erstmal geht es aber um die Spielvereinigung Schonnebeck, die nach Stoppenberg ausweichen müsste.
Um die Regionalligatauglichkeit zu gewährleisten, bräuchte es einen Gästeblock und die alleinige Nutzung der Anlage an Spieltagen durch den entsprechenden Verein. Daran scheiterte eine erste Planung im Frühjahr 2024. Der Zeitpunkt offenbart, dass die Sportanlange am Hallo offenbar ohnehin die erste Wahl der Stadt war.
Eine weitere Begehung mit dem Fußballverband im September 2025 zeigte aber, dass die parallele Nutzung der Kunstrasenfelder und ein Umbau für die Regionalliga möglich sind. Dafür muss ein mobiler Zaun aufgestellt werden, der die Fans trennt. Zusätzlich müssen getrennte Zugänge für Heim- und Gästefans, Wellenbrecher im Stehplatzblock der Gästefans und mobile Kassenhäuschen für Heimfans gebaut werden.
Schetters Busch in Essen bekommt nur neue Parkplätze
Der Schetters Busch zieht den kürzeren, weil hier zum Beispiel ein kompletter Gästeblock neu gebaut werden müsste. Dennoch tut sich hier was. Der Sportausschuss will am Dienstag (27. Januar) den Umbau der Parkplätze beschließen. 28 neue Parkplätze sowie eine neue Anordnung der vorhandenen Parkplätze sollen die Situation sowie die Anfahrt verbessern. Nachdem die Planung beschlossen wurde, soll bis Sommer eine Baugenehmigung erreicht werden. Kosten: Knapp 500.000 Euro netto.
Auch am Sportpark am Hallo drückt die Stadt aufs Tempo. Beschließt der Sportausschuss am Dienstag die Planung und den Umbau, soll es mit der Baugenehmigung schnell gehen. Dann soll es noch vor Saisonbeginn 2026/27 mit dem Umbau des Stadions losgehen. Baukosten: Knapp 285.000 Euro netto.

