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Pläne für Ausbau Stadion an der Hafenstraße in Essen
© Ralph Rieger
Pläne für Ausbau Stadion an der Hafenstraße in Essen
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Stadionausbau in Essen startet später - Anwohner sorgen sich weiter um den Verkehr

Der Ausbau in Essen am Stadion an der Hafenstraße startet später als geplant. Es gibt weiter Probleme mit dem Verkehrskonzept. Darüber ärgern sich auch viele Anwohnerinnen und Anwohner.

Veröffentlicht: Dienstag, 02.06.2026 04:06

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Warum startet in Essen der Ausbau im Stadion erst später?

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Das Stadion in Essen an der Hafenstraße hat bisher keine Ecken. Die sollen jetzt aber zugebaut werden. Die Pläne sind fertig und liegen beim Bauamt. Das Bauamt hat aber noch keine Genehmigung für den Ausbau erteilt. Denn es gibt einen Haken. Wo sollen die 6000 zusätzlichen Gäste und Fans in Zukunft parken? Die GVE (Grundstücksverwaltung Essen) geht davon aus, dass rund 2000 Fans zusätzlich mit dem eigenen PKW anreisen werden und für diese Fans müssen weitere Stellplätze geschaffen werden. Dafür werden die vorhandenen Parkplätze am Stadion selbst weiter ausgebaut. Diese Parkplätze werden aber nicht reichen, sagt der Geschäftsführer der GVE Dirk Miklikowski im Interview mit Radio Essen-Stadtreporterin Anna Bartl. Deshalb laufen auch gerade weitere Gespräche mit den Mitarbeitern im Bauamt, ob zum Beispiel die Parkplätze am Autokino mit genutzt werden und nach Baurecht mitgezählt werden können. Schon seit Jahren gibt es eine Vereinbarung zwischen der Stadt Essen und dem Betreiber des Autokinos. Beide können wechselseitig die Parkflächen bei Veranstaltungen nutzen, erklärt Dirk Miklikowski. Er geht davon aus, dass die Fragen bald geklärt sind und der Ausbau spätestens im dritten Quartal starten wird.

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Bartl Anna
Radio Essen-Interview mit Dirk Miklikowski
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Was erleben die Anwohner am Stadion, wenn Rot-Weiss Essen spielt?

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Die Anwohnerinnen und Anwohner in Essen rund um das Stadion an der Hafenstraße fordern schon seit Jahren ein richtiges Verkehrskonzept für die Spieltage. Sie haben sich die Heimspiele alle rot in ihren Kalendern gekennzeichnet, denn dann herrscht Ausnahmezustand. Dann müssen alle gut vorbereitet sein. Wer spontan mit dem Auto zum Beispiel aus der Hülsenbruchstraße weg will, kommt häufig gar nicht mehr raus aus der Straße. Die Straße wird auch immer komplett zugeparkt. Die Autos fahren über die Bürgersteige oder bleiben auch in der Schranke am Bahnübergang stehen und warten bis der Zug vorbeigefahren ist. Da sind dann nur wenige Zentimeter Platz. Wer Besuch bekommt, muss den Gästen genau sagen, wann sie kommen sollen, sonst wird schon mal der Kaffee kalt. Wer selbst zu seinen Verwandten will, kommt oftmals zu spät. Die Anwohnerinnen und Anwohner sind inzwischen sehr viel gewohnt, erzählen sie Radio Essen-Stadtreporterin Anna Bartl.

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Bartl Anna
Radio Essen-Umfrage bei Anwohnern am Stadion
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Was fordern die Anwohner am Stadion Essen?

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In Essen wünschen sich die Anwohnerinnen und Anwohner rund um das Stadion an der Hafenstraße ein richtiges Verkehrskonzept. Ihre kleinen Anwohnerstraßen werden zwar jetzt schon von Sicherheitsleuten abgesperrt, das Personal zieht die Absperrungen aber auch häufig viel zu früh vor dem Anpfiff zu und lässt Anwohner ebenfalls nicht mehr durch. Deshalb wollen die Anwohner gern Ausweise haben, um nachzuweisen, dass sie dort wohnen. Außerdem fordern sie ein System aus Einbahnstraßen, damit nicht immer wieder die Autos stecken bleiben und es dann gefährliche Fahrmanöver gibt. Früher gab es eine solche Einbahnstraßenregelung, die auch von der Polizei regelmäßig kontrolliert wurde. Seit das neue Stadion gebaut wurde, gibt es keine temporären Einbahnstraßen mehr und kaum noch Kontrollen durch die Polizei, beklagen die Anwohner. Der Vorsitzende der Bürgerinitiative BIGWAM aus Bergeborbeck, Abed Öztep, fasst die Situation im Gespräch mit Radio Essen-Stadtreporterin Anna Bartl zusammen.

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Bartl Anna
Radio Essen-Interview mit Abed Öztep
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Stadionausbau in Essen startet später - Anwohner sorgen sich weiter um den Verkehr
© Radio Essen
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Wie reagiert die Stadt Essen auf den Ärger der Anwohner an der Hafenstraße?

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Der Leiter des Straßenverkehrsamtes der Stadt Essen, Marius Fliegner, hat bei einer Anwohnerversammlung Ende Mai großes Verständnis für den Ärger der Anwohnerinnen und Anwohner. Er verweist aber darauf, dass seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade an einem Gesamtverkehrskonzept für den Essener Norden arbeiten. Dabei wird auch die Situation an Spieltagen von Rot-Weiss Essen mit beachtet. Das Problem ist allerdings, dass schon eine nur zeitweise eingerichtete Einbahnstraße große Auswirkungen auf viele andere Straßen und damit Anwohnerinnen und Anwohner im weiten Umkreis hat. Deshalb müsse genau abgewogen werden, was wann wirklich Sinn macht, erklärt Marius Fliegner weiter. Die Anwohnerinnen und Anwohner an der Hülsenbruchstraße zum Beispiel würden die Einbahnstraßenregelung gern testen. Als es eine Baustelle gab, war die Straße schon für mehrere Wochen eine Einbahnstraße und es habe gut funktioniert, sagen sie. Solche Regelungen werden allerdings nur umgesetzt, wenn es Baustellen und damit eine Begründung für die Einbahnstraße gibt. Anwohnerinnen und Anwohner rund um das Stadion müssen also weiter auf das rote Kreuzchen in ihrem Kalender achten, dann wissen sie, es ist Heimspiel bei RWE und damit alle im Ausnahmezustand rund um das Stadion.

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