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Schwimmkurse in Essen: Viel Bedarf, wenige Plätze
© Kostas Mitsalis / Radio Essen
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Schwimmkurse in Essen: Viel Bedarf, wenige Plätze

Wer sein Kind in Essen für einen Schwimmkurs anmelden will, der muss oft lange auf einen Platz warten. Das hat verschiedenen Gründe.

Veröffentlicht: Mittwoch, 11.02.2026 12:34

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Wo kann man in Essen Schwimmen lernen?

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Eltern haben in Essen verschiedenen Möglichkeiten, wenn sie ihre Kinder bei einem Schwimmkurs anmelden möchten. Unter anderem bieten die Stadt und der Essener Sportbund (ESPO) Schwimmkurse für Kinder an. Beide bestätigen auf Radio Essen Nachfrage, dass ihre Schwimmkurse in der Regel stark nachgefragt und die Plätze schnell belegt sind. Auch die DLRG bietet regelmäßig Schwimmkurse an, hier gibt es auch Wartezeiten und eine Warteliste. Etwas mehr Glück könnten Schwimmanfänger bei privaten Schwimmkursen haben – diese Kurse kosten aber auch entsprechend mehr. Bei einigen privaten Anbietern müsst Ihr für 4 Einheiten (je 40 Minuten) um die 80 Euro zahlen. Im städtischen Schwimmzentrum Rüttenscheid zahlt Ihr im Vergleich 55 Euro für 10 Einheiten (je 45 Minuten).

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Warum gibt es so wenige Schwimmkurs-Plätze in Essen?

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In den drei städtischen Bädern in Kettwig, dem Oststadtbad und in Rüttenscheid sind die Kurse regelmäßig ausgebucht, sagt die Stadt. Insgesamt wurden dort im vergangenen Jahr rund 170 Kursplätze angeboten, mit kleinen Gruppen von etwa sieben Kindern pro Kurs und jeweils einer Betreuungsperson.

Auch die Ferien-Schwimmkurse des ESPO sind immer schnell ausgebucht. In den letzten drei Jahren haben jedes Jahr circa 500 Kinder beim ESPO schwimmen gelernt – Interesse an einem Kursplatz hätten aber um die 600 Familien, sagt der ESPO. Während manche Kinder dort direkt einen Platz bekommen, warten andere auch ein Jahr oder länger – in Einzelfällen sogar bis ins Schulalter, heißt es vom Essener Sportbund. Der Grund dafür: begrenzte Wasserzeiten in den Bädern und eine begrenzte Anzahl qualifizierter Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrer.

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Wie wird das Problem in Essen gelöst?

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Die Stadt und der ESPO versuchen, etwas gegen die Situation zu tun. Die Stadt Essen setzt zum Beispiel im Schulschwimmen auf zusätzliche Schwimmassistentinnen und -assistenten, um Lehrkräfte zu entlasten. Über das Projekt „Schwimmassistenz“ sucht die Stadt immer wieder nach freiwilligen Helfern. Allerdings fehlt es hier noch an genügend Ehrenamtlichen. Außerdem prüft die Stadt aktuell, ob in einigen Bädern in Essen neue Lehrschwimmbecken gebaut werden können.

Der ESPO setzt vor allem beim Personal an und versucht, durch DLRG-Silber-Lehrgänge und Auffrischungskurse mehr Schwimmlehrerinnen und -lehrer zu gewinnen.

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