Schwiegermutter in Essen auf offener Straße erstochen - Angeklagter schweigt

Weil er seine Schwiegermutter auf offener Straße erstochen haben soll, muss sich ein junger Mann vor dem Landgericht Essen verantworten. Bisher schweigt er zu den Vorwürfen. Am Gericht gelten erhöhte Sicherheits-Maßnahmen.

© Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Mordprozess am Landgericht Essen – Schwiegermutter erstochen

Er soll seine Schwiegermutter auf offener Straße erstochen haben, andere Menschen mussten entsetzt dabei zusehen. Die Tat hat sich im Januar dieses Jahres abgespielt: Der Angeklagte soll an der Wohnung seiner Schwiegereltern bei uns in Essen aufgetaucht sein, als seine Schwiegermutter gerade von der Arbeit kam. Sie hatte einen Job als Reinigungskraft, war immer schon früh morgens unterwegs. Er soll mit einem wuchtigen Küchenmesser immer wieder auf sie eingestochen haben.

Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Die Ärzte hatten später 21 Stichverletzungen gezählt. Herz, Lunge und Leber waren getroffen. "Sie hatte schon keinen Puls mehr", sagte ein Beamter bei seiner Zeugenvernehmung.

Schwiegermutter in Essen erstochen – Angeklagter schweigt

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte seine Schwiegermutter dafür verantwortlich macht, dass seine Ehe gescheitert ist. Seine Frau hatte sich offenbar einige Tage vor der Tat von ihm getrennt und zu ihren Eltern zurückgekehrt. Im Prozess war von einem gerichtlich erlassenen Annäherungsverbot die Rede, das sie kurz vor der Tat erwirkt haben soll. 

Bisher schweigt der Angeklagte zu den Vorwürfen. Für den Mord-Prozess am Schwurgericht gelten erhöhte Sicherheits-Vorkehrungen. Der Angeklagte ist am ersten Verhandlungstag am Dienstag (09.08.) mit Handschellen in den Gerichtssaal geführt worden. Mit einem Urteil ist im Oktober zu rechnen, dem Mann droht eine lebenslange Freiheitsstrafe.

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