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Schulen in Essen: Laien-Reanimation wird zur Unterrichts-Pflicht
© Radio Essen / Svenja Trappmann
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Schulen in Essen: Laien-Reanimation wird zur Unterrichts-Pflicht

In Nordrhein-Westfahlen, und damit auch in Essen, müssen Schulen ab dem Schuljahr 2026/2027 verpflichtend Reanimationsunterricht anbieten - und das für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7-9. Wie gut sind die Schulen in Essen bisher darauf vorbereitet?

Veröffentlicht: Dienstag, 21.04.2026 07:32

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Reanimationsunterricht wird Pflicht an Schulen in Essen

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Leben retten lernen – und das schon in jungen Jahren: Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird Wiederbelebungsunterricht verpflichtend. In Essen sollen Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 dann lernen, wie sie im Notfall richtig handeln und Leben retten können. Dafür müssen die Schulen einmal im Jahr in einer Doppelstunde – also etwa 90 Minuten – die Grundlagen der Laienreanimation vermitteln. Dahinter steckt eine landesweite Regelung für Nordrhein-Westfalen. Im Fokus steht das einfache Schema „Prüfen – Rufen – Drücken“, mit dem auch normale, nicht extra geschulte Menschen, schnell helfen können. Ziel ist es, die Überlebenschancen bei einem Herzstillstand deutlich zu verbessern. Dafür bekommen alle Schulen Unterstützung vom Land – unter anderem mit zehn Reanimationspuppen zum Üben.

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Alex, Marie, Leonard, Sofia (Leibniz Gymnasium Altenessen)
UMF Laienreanimation "Warum ist das wichtig?"
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Schulen in Essen sind unterschiedlich gut vorbereitet

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In Essen sind die Schulen unterschiedlich gut auf die neue Pflicht zur Laienreanimation vorbereitet. Einige weiterführende Schulen sind bereits gut aufgestellt: Am Leibniz-Gymnasium in Altenessen gibt es zum Beispiel schon seit Jahren eine aktive Sanitäts-AG, in der Schülerinnen und Schüler Erste Hilfe trainieren. Auch die Gesamtschule Bockmühle in Altendorf hat vorgesorgt – dort wurden Lehrkräfte bereits fortgebildet. Viele andere Schulen hingegen stehen noch am Anfang und planen aktuell, wie sie den Unterricht umsetzen wollen. Die neue Vorgabe bringt aber auch neue Ideen mit sich: An der Gesamtschule Holsterhausen ist zum Beispiel geplant, künftig einen Schulsanitätsdienst einzurichten.

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Schulen in Essen: Laien-Reanimation wird zur Unterrichts-Pflicht
Schulen in Essen: Laien-Reanimation wird zur Unterrichts-Pflicht
Schulen in Essen: Laien-Reanimation wird zur Unterrichts-Pflicht
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"Prüfen, Rufen, Drücken" – Laienreanimation an Schulen in Essen

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In Essen haben wir uns am Leibniz-Gymnasium in Altenessen angeschaut, wie Wiederbelebung schon heute im Schulalltag vermittelt wird. Radio Essen-Stadtreporterin Svenja Trappmann war dafür bei der Sanitäts-AG und hat erlebt, wie engagiert sich knapp 20 Schülerinnen und Schüler regelmäßig mit dem Thema Erste Hilfe beschäftigen. In der AG sind alle Stufen von 7 bis 10 vertreten. In der AG lernen sie zwar wesentlich mehr als nur die Laienreanimation, aber sie können diese sehr gut und haben uns auch genau erklärt, welche Schritte man beachten und durchgehen muss. Ganz nach dem Motto: „Prüfen, Rufen, Drücken“.

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Leonard und Alex (Leibniz Gymnasium Altenessen)
REP Laienreanimation "Prüfen, Rufen, Drücken"
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Die Mitglieder der Sanitäts-AG am Leibniz-Gymnasium in Altenessen können die Laienreanimation schon fast im Schlaf. Vielen anderen Schülerinnen und Schülern geht es aber noch nicht so – die AG-Mitglieder finden es deshalb wichtig, dass jeder diese Laienreanimation lernt. Auch Jens Zöller, Leiter der Sanitäts-AG und Lehrer für Biologie und Pädagogik am Leibniz-Gymnasium in Altenessen, findet es sehr wichtig, dass Jugendliche früh lernen, wie man im Notfall Leben retten kann:

"Zum einen werden sie ihre Berührungsängste in so einer Situation ein Stück weit überwinden, weil sie eine Idee davon haben, was sie machen sollen. Und zum anderen wird ja hier nur vermittelt, dass sie mittig auf den Brustkorb drücken müssen, und das ist, denke ich, eine Information, die man ganz gut behalten kann. Und ich würde sagen, das bleibt dann hängen und das können sie dann auch besser", so Zöller im Interview mit Radio Essen.
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