
Radio Essen-Hörer erträgt Lärm seit Monaten
Radio Essen-Hörer Horst und seine Ehefrau Marion wohnen direkt neben den Gleisen der U17. Seit April 2025 vibriert ihr Fachwerkhaus etwa alle 5 Minuten. Die Bahn fährt dort über eine gerissenen Schiene. Unter dem Fenster von Marion und Horst ist eine Schweißnaht so schlecht, dass jedes Rad ein lautes Donnern verursacht. Gläser und Teller klappern in den Schränken. Die beiden sind genervt und versuchen seit Monaten eine Lösung zu finden. Sie schreiben der Ruhrbahn, schildern mehrmals das Problem, bekommen E-Mails mit freundlichen Beschwichtigungen zurück - aber keine Lösungsvorschläge.
Ruhrbahn in Essen will Schiene an der Sommerburgstraße austauschen
Die Gleise der U17 sind an der Sommerburgstraße gleich an zwei Stellen gerissen. Sie wurden provisorisch geschweißt. Eine Schweißnaht ist aber so ungenau geworden, dass es an der Stelle ständig ruckelt, wenn die Bahnen darüber fahren. Mehrere Anwohner beschweren sich über Lärm und vibrierende Fußböden in den Fachwerkhäusern neben den Schienen. Inzwischen ist eine Lösung in Sicht. Ein Stück Schiene wird an der Kreuzung Sommerburgstraße / Steile Straße komplett ausgetauscht. Der Austausch ist geplant, sobald es wärmer wird, sagte eine Sprecherin der Ruhrbahn auf Radio Essen-Nachfrage. Bei diesen Temperaturen sei ein Austausch schwierig, weil die Schweißnähte bei Kälte nicht so sauber werden. Der Austausch soll nachts stattfinden, weil da die U17 nicht fährt. Bis zum Betriebsbeginn, am darauffolgenden Morgen, soll das neue Stück Schiene verlegt sein. Danach dürfte sich auch der Lärm deutlich reduzieren.
Bis zum Austausch müssen die Bahnen langsam fahren
Die U17 darf nur ganz langsam über die Risse im Gleis fahren. An der Kreuzung Sommerburgstraße / Steile Straße gilt jetzt 10 km/h Höchstgeschwindigkeit. Das soll so bleiben, bis das stück Schiene ausgetauscht ist. Radio Essen-Hörer Horst hofft, dass sich alle Fahrerinnen und Fahrer daran halten. Zuletzt hätten einige das Tempolimit ignoriert. Das Scheppern und Donnern im Haus war unerträglich, sagt Horst. Tagsüber ist das nur nervig, aber wenn die erste Bahn schon morgens, um kurz vor fünf Uhr, zu schnell über die schlechte Schweißnaht donnert, springen an der Sommerburgstraße mehrere Menschen aus ihren Betten.



