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Sachbeschädigung und Vandalismus in Essen - Ruhrbahn fordert Respekt
© Martin Möller/FUNKE Foto Services
Ruhrbahn
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Sachbeschädigung und Vandalismus in Essen - Ruhrbahn fordert Respekt

Die Ruhrbahn in Essen wurde im letzten Jahr immer wieder Ziel mutwilliger Beschädigungen. Das Unternehmen fordert jetzt mehr Respekt.

Veröffentlicht: Dienstag, 24.03.2026 16:07

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Welche Schäden gab es in Essen bei der Ruhrbahn?

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Beschmierte Anlagen, kaputte Automaten oder verschmutze Polster: Letztes Jahr gab es in Essen zahlreiche Sachbeschädigungen und Vandalismus in und an Fahrzeugen der Ruhrbahn. Besonders beliebt waren bei Täterinnen und Tätern die Ticketautomaten. An Silvester wurden zum Beispiel sechs Automaten kaputt gemacht.

"Warum Ticketautomaten immer wieder Ziel solcher Zerstörungsaktionen werden, ist nicht nachvollziehbar. Vieles deutet darauf hin, dass es den Tätern vor allem um mutwillige Beschädigung geht, denn die Automaten sind diebstahlgesichert, bestehen aus verstärktem Stahl und sind videoüberwacht," sagt die Ruhrbahn.

331.000 Euro hat die Reparatur der Schäden gekostet. Besonders teuer wurde es für die Ruhrbahn außerdem, wenn Kupfer und Kupferkabel gestohlen wurden. Einige Haltestellen, Gebäude und Fahrzeuge der Ruhrbahn wurden außerdem mit Graffiti beschmiert. Immer wieder wurden zudem Nothämmer geklaut und USB-Ladebüchsen, Sitze und Knöpfe kaputt gemacht.

"Das muss nicht sein."
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Wie geht es den Mitarbeitenden der Ruhrbahn in Essen?

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Laut der Ruhrbahn haben es auch die Mitarbeitenden in Essen oft mit aggressiven Kundinnen und Kunden zu tun.

"Respekt in Bus und Bahn ist leider keine Selbstverständlichkeit. Das Fahrpersonal und auch die Ticketprüfer müssen täglich mit vielen besonderen Situationen umgehen können. Ob fehlendes Ticket, schlechtes Benehmen im Fahrzeug oder Streit unter Fahrgästen," erklärt die Ruhrbahn.

Sie findet, dass Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst ein gesamtgesellschaftliches Problem ist.

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Wer bezahlt die Schäden in Essen bei der Ruhrbahn?

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Insgesamt hat die Ruhrbahn letztes Jahr rund 600.000 Euro ausgegeben, um die ganzen Schäden und Graffitis an ihren Fahrzeugen und Haltestellen zu beseitigen. Dabei geht es nicht nur um Materialkosten, sondern auch um das Personal. Die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Werkstätten der Ruhrbahn müssen sich um die Schäden kümmern. Diese Kosten sind Teil der Betriebskosten der Ruhrbahn, werden also von der Öffentlichkeit, den Steuerzahlern und den Fahrgästen getragen. Weil der Staat den ÖPNV mit Steuergeldern unterstützt, werden solche Kosten im Grunde also von der Allgemeinheit bezahlt.

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Was macht die Ruhrbahn in Essen gegen Vandalismus?

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Um Sachbeschädigungen und Vandalismus zu verhindern, setzt die Ruhrbahn vor allem auf Videoüberwachung. So kann die Polizei mutmaßliche Täterinnen und Täter besser verfolgen. Außerdem gibt es in den Fahrzeugen schnittfeste Polster. Auf dem blau-gemusterten Stoff der Sitze sollen außerdem Flecken nicht so leicht sichtbar sein. Die Fahrzeugscheiben werden durch besondere Schutzfolien vor Kratzern geschützt. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es zudem regelmäßige Deeskalationstrainings. Außerdem will die Ruhrbahn auch bei der jungen Generation ansetzen: Schulkinder sollen beispielsweise bei Betriebsführungen sehen, wie Polsterer oder Lackiererinnen und Lackierer die Vandalismus-Schäden an den Fahrzeugen wieder reparieren. Außerdem gibt es den Ruhrbahn-Kundendialog. An diese Nummer könnt Ihr Euch wenden, wenn Euch Gewalt oder Vandalismus bei der Ruhrbahn auffällt: 0201 826 1420 (Mo-Fr, 8-16 Uhr).

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