
Was ist im Nordviertel von Essen los?
Seit 6 Uhr am Dienstagmorgen (24. März) waren Zollbeamte, Bundespolizistinnen und -polizisten sowie das Landesamt zur Bekämpfung von Finanzkriminalität in Essen im Einsatz. Zusammen mit der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität der Staatsanwaltschaft Düsseldorf gab es bundesweite Durchsuchungen, besonders im Ruhrgebiet.
Genauere Informationen konnte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf aufgrund der laufenden Ermittlungen auf Radio Essen-Nachfrage noch nicht geben. Ein Radio Essen-Hörer hat uns gemeldet, dass der Zoll auch beim Amazon-Verteilzentrum im Nordviertel im Einsatz war. Laut Staatsanwaltschaft Düsseldorf wurden diverse Standorte, nicht nur die von Amazon, durchsucht.
Was war das Ergebnis des Zoll-Einsatzes in Essen?
+++Update 25. März+++
Die Behörden haben gegen einen Logistik-Subunternehmer wegen organisierter Schwarzarbeit und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Den Verantwortlichen wird vorgeworfen, Kurierfahrer bar bezahlt und dabei keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt und Steuern hinterzogen zu haben. Am Dienstag (24. März) gab es im Ruhrgebiet - auch in Essen - 37 Durchsuchungen von Zoll, Finanzkriminalamt und weiteren Behörden mit mehreren Hundert Einsatzkräften. Die Beamten konnten Beweise sichern und drei Personen festnehmen - den 39-jährigen Hauptbeschuldigten, einen 29-jährigen Mann und eine 26-jährige Frau. Außerdem beschlagnahmten die Ermittler 174.000 Euro Bargeld und sechs E-Lastenräder. Jetzt müssen alle Beweise ausgewertet werden.


