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Rot-Weiss Essen mit bitterer Pleite gegen Saarbrücken
© Thorsten Tillmann / FUNKE Foto Services
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Rot-Weiss Essen mit bitterer Pleite gegen Saarbrücken

Offensivfreudige Essener verlieren, trotz Überzahl in der Schlussphase, gegen den 1. FC Saarbrücken mit 1:2. Durch die Niederlage rutscht der RWE auf den Relegationsplatz ab. Alle Infos zum Spiel findet Ihr hier.

Veröffentlicht: Sonntag, 26.04.2026 12:34

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Rot-Weiss Essen gibt Führung aus der Hand

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Zu Beginn der Partie schien der 1. FC Saarbrücken leicht die Oberhand zu haben. Doch Rot-Weiss Essen fand schnell zurück ins Spiel und setzte ab der fünften Spielminute die ersten Akzente. Binnen weniger Minuten rollten gleich mehrere gefährliche Angriffe auf das Tor der Gäste. Besonders in der achten Minute kombinierten sich die Essener über die linke Angriffsseite nach vorne. Nach einem gewonnenen Ball steckte Mizuta auf Lucas Brumme durch, der den mitgelaufenen Torben Müsel bediente. Müsel musste nur noch seinen Fuß hinhalten und schob aus zentraler Position zum frühen 1:0 ein.

Saarbrücken ließ sich vom Rückstand nicht beirren und antwortete sofort offensiv. Gleich fünf Eckbälle in Folge brachten die Gäste in vielversprechende Abschlusspositionen, doch der Ball wollte zunächst nicht den Weg ins Netz finden. So blieb es nach den ersten Minuten beim 1:0 für Rot-Weiss Essen.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit zog sich Essen zunehmend zurück und überließ den Gästen das Spiel. Eine riskante Entscheidung: In der 30. Minute kam Flügelspieler Maurice Multhaup am linken Strafraumeck an den Ball und brachte ihn unbedrängt aufs Tor. Sein flacher Rechtsschuss war für RWE-Keeper Jakob Golz unhaltbar und landete zum Ausgleich im Netz.

Nur zehn Minuten später nutzte Saarbrücken erneut einen Ballgewinn, um zu kontern. Nach einem Dribbling von Pick landete der Ball bei Civeja, dessen Schuss Golz nur abprallen lassen konnte. Gästestürmer Kai Brünker reagierte blitzschnell und verwertete den Abpraller zur 1:2-Führung: ein Treffer, der für Totenstille an der Hafenstraße sorgte. Mit diesem Spielstand gingen beide Mannschaften in die Kabine.

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RWE mit viel Druck nach vorne

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Rot-Weiss Essen startete engagiert in die zweite Halbzeit und zeigte von Beginn an Offensivdrang. Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff hatte Mizuta die Chance zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Brumme fehlte bei der Direktabnahme jedoch das nötige Quäntchen Glück. Generell zeigte sich Essen zwar bemüht, doch häufig fehlte die Präzision in den Pässen, um wirklich Druck aufzubauen. Mit den Ungenauigkeiten im Spiel nach vorne stand sich der RWE zu Beginn des zweiten Durchgangs selbst im Weg.

Wenn jedoch ein Angriff konsequent zu Ende gespielt wurde, entstand sofort Torgefahr. So setzte Marek Janssen einen Kopfball nur wenige Zentimeter neben das Tor der Gäste, ein Moment, bei dem einige RWE-Fans schon den Torschrei auf den Lippen hatten. Auf der anderen Seite sah Ramien Safi kurz darauf die Gelbe Karte für eine Schwalbe, nachdem er ohne jeglichen Kontakt im Strafraum zu Boden gegangen war: ein Symbol für die oftmals unglücklichen Offensivaktionen der Essener.

Trotz dieser Unzulänglichkeiten entwickelte sich seit Wiederanpfiff ein Spiel, das größtenteils in eine Richtung verlief: auf das Tor von Saarbrücken. Die Spannung auf den Rängen war spürbar, und im weiteren Verlauf reagierte auch Trainer Uwe Koschinat. Er brachte unter anderem Jaka Cuber von der Bank, der sofort seine Marschroute für die verbleibende Spielzeit zeigte. Mit einem Gewaltschuss traf er den rechten Pfosten. Die Euphorie übertrug sich auf die Mannschaft, die sich in der Folge mehrere hochkarätige Chancen herausspielte.

Spätestens zehn Minuten vor Schluss wurde deutlich, dass nun nur noch Rot-Weiss Essen das Spiel machte und das sogar mit einem Mann mehr. In einer der seltenen Szenen, in denen der Ball in der eigenen Hälfte war, klärte der eingewechselte Ruben Reisig gerade den Ball, als Dominic Baumann viel zu spät kam und ihn mit einer Grätsche von den Beinen holte. Der Schiedsrichter zeigte sofort Rot.

In der Schlussphase rollten die Angriffe auf das Tor der Gäste nahezu im Sekundentakt, während Saarbrücken versuchte, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Doch die Glücksgöttin Fortuna war dem RWE nicht hold. Der Ball wollte einfach nicht mehr den Weg ins Netz finden. Am Ende blieb es bei der bitteren 1:2-Niederlage, die im Aufstiegskampf besonders schmerzt. Da nahezu die gesamte Konkurrenz an diesem Wochenende ebenfalls patzte, rutscht Rot-Weiss Essen durch die Pleite lediglich auf den dritten Platz ab,die Position, die am Saisonende die Teilnahme an der Relegation bedeuten würde.

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