
Die Wahl fiel schnell auf Essen
Vor gut einem Jahr hat Johanna Leibecke zusammen mit ihrer Mutter die Buchhandlung Proust in der Innenstadt übernommen. Hätte den beiden zu der Zeit jemand gesagt, dass sie einmal Angela Merkel in ihrem Laden zu Gast haben würden, sie hätten ihn für verrückt erklärt. Dann kam aber Ende vergangenen Jahres die Anfrage des Verlages des Buches. Angela Merkel wollte ihr Buch im Ruhrgebiet vorstellen und da fiel die Wahl sehr schnell auf Essen. Bei der Buchhandlung sollte es keine Filiale einer Kette sein. Eine Stunde lang unterschreibt die ehemaligen Bundeskanzlerin ihr Buch mit dem Titel "Freiheit". Alle, die das wollen, mussten sich dafür ein kostenloses Ticket im Internet sichern und viele wollten. Keine 48 Stunden später waren alle weg und jetzt ist schon klar: Am Montag (9. März) ist trotzdem Schlange stehen angesagt. Viel Zeit bleibt nicht für jeden Besucher. Mehr als eine Unterschrift ist nicht drin und auch Fotos soll es in der Buchhandlung keine geben. Deshalb haben wir die auch schon vorher gemacht.
Den harten Stuhl für Frau Merkel in Essen?
Vieles zu dem Besuch von Angela Merkel bleibt geheim. Auch Johanna Leibecke von der Buchhandlung Proust weiß nicht, wie die ehemalige Bundeskanzlerin zu ihnen kommt und ob es für sie zum Beispiel zu Fuß zur Lichtburg weitergeht. Buffet, Kaffee, Kuchen oder Sekt - auch hierzu gibt es keine Wünsche von Frau Merkel. Sie braucht nur einen Tisch und einen Stuhl. Aber welcher könnte das sein? Drei verschiedene Stühle stehen zur Auswahl. Soll es der harte mit der roten Rückenlehne sein? Oder vielleicht doch der weichere mit den zusätzlichen Armlehnen? Auch ein weicher Sessel steht zur Wahl. Die Besitzerin der Buchhandlung würde den harten empfehlen. Die rote Lehne sei dabei wahrscheinlich kein Problem. Auch andere Autoren haben sich in der Vergangenheit für dieses Modell entschieden. Das erzählt Johanna Leibecke Radio Essen-Stadtreporter Timm Schröder. Nach dem Interview will er noch wissen, wen sie sich für die nächste Signierstunde wünschen würden? Herrn Merz vielleicht oder einen berühmte Schauspieler? Nein. Einen bekannten Buchautor hätten sie gerne.







