
Wie geht es in Essen am ehemaligen Sportplatz Am Volkswald weiter?
In Essen wird auf dem Sportplatz Am Volkswald schon lange nicht mehr trainiert. Die Stadt hat das Grundstück in Heidhausen inzwischen von den Sport- und Bäderbetrieben übernommen und weitere Prüfungen durchführen lassen. Die Experten vom Naturschutz haben auf dem Gelände rund 300 Insekten entdeckt. Die Insekten gelten in NRW als "stark gefährdet" und sind deshalb besonders geschützt. Die Stadt muss also bevor dort gebaut wird, die Insekten einfangen und an anderer, geeigneter Stelle wieder aussetzen. Bei den Insekten handelt es sich um die Blauflügelige Ödlandschrecke. Die Tiere sollen im kommenden Sommer eingefangen und umgesiedelt werden. Danach soll dort weiter gearbeitet werden.
Was ist in Essen auf dem ehemaligen Sportplatz geplant?
Auf dem Sportplatz in Essen sollen ein Waldkindergarten und ein weiteres Bewegungsangebot für Kinder und Jugendliche entstehen. Dafür müssen aber erst einmal die alten Gebäude abgerissen werden. Das soll ab Oktober 2027 passieren. Die Fläche soll bis zum Mai 2028 frei sein. Die Stadt muss außerdem den Boden mit einer zwei Meter dicken Schicht aus geeignetem Material abdecken. Der Boden selbst besteht aus Schotter, Ziegel- und Schlackeanteilen, die nicht abgetragen werden sollen, sondern abgedeckt werden müssen. Außerdem gibt es auf dem Gelände einen alten Erdstollen, der erhalten werden soll und einen Bach, der durch ein Rohr läuft. Der Bach soll auch weiterhin unterirdisch fließen. Die Stadt Essen will außerdem Teile der Fläche neu bepflanzen. Direkt daneben ist der Volkswald in Heidhausen. Die Fläche eignet sich deshalb zum Anpflanzen neuer Bäume.
Was können Kinder und Jugendliche in Essen dort demnächst machen?
Die Stadt Essen hat inzwischen einen Betreiber für den Waldkindergarten gefunden. Der Träger hat die erforderliche Anerkennung und stimmt gerade mit dem Landesjugendamt alles ab, um die erforderliche Betriebserlaubnis zu bekommen. Der Waldkindergarten soll nach den aktuellen Plänen zum Kita-Jahr 2028/29 starten. Die ersten Kinder könnten damit ab August 2028 dort betreut werden.
Die Stadt will außerdem dort Sportangebote für Kinder und Jugendliche aufbauen. Welche Angebote das sein sollen, soll Anfang 2027 beraten werden. Die Stadt wird zu einer Bürgerbeteiligung aufrufen und die Vorschläge mit den Politikerinnen und Politikern in der Bezirksvertretung diskutieren. Die Politiker wünschen sich viel Platz zum Spielen und Angebote für alle Altersgruppen. Eine Skateranlage wird es aber nicht geben, weil dafür zu viel der Fläche versiegelt werden müsste.
