
Hitzeschutz in Essen: Förderung für Alten- und Pflegeeinrichtung
Das Marienhaus in Essen investiert rund eine Million Euro in den Hitzeschutz seiner Pflegeeinrichtung. Möglich wird das auch dank Fördergeldern der Sozialstiftung NRW und des Bundes.
„Wir freuen uns sehr darüber, den Förderbescheid für die energetische Sanierung an die gem. Marienhaus GmbH übergeben zu dürfen. Die ‚Hitzewelle‘ im Juni 2026 hat gezeigt, wie wichtig der Schutz von älteren Menschen vor Hitze ist, da Hitze für diese lebensbedrohlich werden kann.“ - Marco Schmitz, Vorsitzender des Stiftungsrats
Insgesamt werden rund 60 Prozent der Kosten durch Fördermittel abgedeckt: 20 Prozent übernimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), weitere 40 Prozent die Sozialstiftung NRW. Für den ersten Bauabschnitt stellt die Stiftung rund 180.600 Euro bereit. Den Rest finanziert das Marienhaus aus eigenen Rücklagen. Für den zweiten Bauabschnitt soll der Förderantrag in Kürze eingereicht werden.
Was wird gegen die Hitze im Pflegeheim in Essen gemacht?
Das Pflegeheim verfügt über 112 Einzelzimmer, darunter zehn Plätze für die Kurzzeitpflege. Da das Gebäude im Jahr 2000 mit öffentlichen Mitteln errichtet wurde, konnten damals keine Klimaanlagen eingebaut werden. Stattdessen setzt das Marienhaus jetzt auf eine energetische Sanierung: Die bisherigen Fenster werden durch moderne Dreifachverglasung ersetzt, zusätzlich sorgen außenliegende, elektrisch steuerbare Markisen für mehr Schutz vor Sonneneinstrahlung. Die Sanierung erfolgt in zwei Bauabschnitten, die Westseite ist bereits fertig, die Arbeiten an der Nordseite sind in vollem Gange.
Welche Tricks gegen die Hitze werden schon angewendet?
Schon heute setzt das Team im Marienhaus auf zahlreiche Maßnahmen gegen die Sommerhitze. Dazu gehören feste Lüftungspläne, zusätzliche Getränke, kühles Essen, kühlende Tücher, Fußbäder, leichte Kleidung, Slush-Eis und Spaziergänge im Schatten mit Verneblungssystemen. Die jüngste Hitzewelle hat gezeigt, wie belastend hohe Temperaturen für Bewohner und Mitarbeitende sind. Deshalb soll die Sanierung in Zukunft helfen, die Hitze möglichst aus dem Gebäude herauszuhalten. Die Einrichtung freut sich über die Unterstützung, denn Hitzeschutz ist wegen dem immer heißer werdenden Sommer ein besonders wichtiges Thema für die Bewohnerinnen und Bewohner.

