Petition in Essen gestartet: Was wird aus der Rüttenscheider Straße?

Vor drei Jahren wurde die Rüttenscheider Straße in Essen zu einer Fahrradstraße umgebaut. Das hat nicht viel gebracht, sagt zumindest die Initiative "Radentscheid Essen". Sie fordert Korrekturen und hat deshalb eine Petition gestartet.

Fahrradstraße in Essen Rüttenscheid
© Radio Essen/Kostas Mitsalis

Rüttenscheider Straße in Essen könnte Einbahnstraße werden

Die Initiative Radentscheid Essen fordert Veränderungen auf der Rüttenscheider Straße. Drei Jahre nach der Einrichtung der Fahrradstraße sind dort immer noch viel zu viele Autos unterwegs, heißt es.

"Die Zustände auf der Rüttenscheider Straße sind noch immer chaotisch, die Situation wurde verschlimmbessert." (Radentscheid Essen)

Vor allem der Durchgangsverkehr müsse begrenzt werden, zum Beispiel durch eine Einbahnstraßen-Regelung oder Absperrungen. In einer Petition werden digital und auf Papier Unterschriften gesammelt: Seit dem Start am vergangenen Wochenende sind schon 1500 Unterstützerinnen und Unterstützer zusammengekommen, sagen die Macher vom "Radentscheid". Die Petition soll später an den Oberbürgermeister übergeben werden.

Allerdings teilen nicht alle die Position der Radfahrer-Initiative: Vor allem viele Einzelhändler und Gastronomie-Betriebe an der Rüttenscheider Straße sind dagegen, den Autoverkehr weiter zu begrenzen. Auch sie haben schon Unterschriften gesammelt.

"Alle wollen den Radverkehr fördern, aber man sollte auch Respekt für die existenziell bedrohten Firmen, zu denen noch die vielen Dienstleister kommen, haben. Die Lage ist für die Firmen ohnehin sehr schwer, und sie können nicht auf große Teile der über 10.000 Autokunden pro Tag verzichten. Vielmehr bräuchten sie Unterstützung. Wer deren einhelliges Flehen ignoriert, macht sich schuldig an deren Niedergang." (Rolf Krane / IG Rüttenscheid)

In den kommenden Wochen stehen bei der Stadt Essen Entscheidungen an, wie es mit der Rü weitergehen soll.

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