
Warum gibt es in Essen nie einen Parkplatz an der Uniklinik?
In Essen ist die Parksituation rund um das Uniklinikum ein großes Problem für Anwohnerinnen und Anwohner. Sie stehen regelmäßig auf der Hufelandstraße im Stau. Schuld daran sind die Autos, die eigentlich ins Parkhaus an der Uniklinik wollen. Wenn die Plätze im Parkhaus aber belegt sind, stehen die Autos draußen auf der Straße. Sie sorgen auf der Linksabbieger- oder der Rechtsabbiegerspur für einen Rückstau.
Die Stadt Essen hat sich zusammen mit Verantwortlichen der Uniklinik jetzt die Situation genauer angesehen und einige Lösungen diskutiert. Insgesamt gibt es im Parkhaus an der Hufelandstraße 660 Parkplätze. 300 Parkplätze sind für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die anderen für Patientinnen und Patienten und Besucherinnen und Besucher. Außerdem gibt es ein zweites Parkhaus an der Virchowstraße. Aber auch hier gibt es nur selten freie Parkplätze.
Welche Lösungen sind in Essen denkbar?
Die Stadt Essen möchte die Situation für Anwohnerinnen und Anwohner verbessern. Es könnte zum Beispiel zwei Fahrspuren zum Einfahren ins Parkhaus an der Hufelandstraße geben. Dann müssten allerdings Fußgängerinnen und Fußgänger über zwei Fahrspuren und auch die Sicht ist dann eingeschränkt. Dafür würden nur ein bis zwei Autos mehr von der Straße kommen. So richtig lohnt sich das also nicht, sagt die Stadt. Die Uniklinik dagegen würde die zweite Spur gern nutzen, weil dann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schneller ins Parkhaus und damit zur Arbeit kämen.
Die Stadt könnte auch die Linksabbiegerspur von der Hufelandstraße ins Parkhaus sperren. Das würde aber dazu führen, dass die Autos Umwege fahren müssten und das hätte wiederum Auswirkungen auf alle anderen Kreuzungen und Straßen rundherum. Dafür wären weitere Untersuchungen nötig. Die Uniklinik hält den Linksabbieger aber für notwendig.
Eine weitere Möglichkeit wäre eine separate Rechtsabbiegespur von der Hufelandstraße ins Parkhaus. Das wäre möglich, sagt die Stadt, wenn dafür die Taxiparkplätze verlagert werden. Der Vorschlag wäre mit viel Aufwand und Kosten verbunden, aber sofort umsetzbar. Die Uniklinik meint, dass die Spur für Entspannung sorgen könnte.
Welche weiteren Vorschläge wurden an der Uniklinik Essen schon umgesetzt?
In Essen stehen schon seit Mitte Juli neue Parkleitsysteme an der Esmarchstraße / Hufelandstraße und weisen auf die Parkmöglichkeiten an der Uniklinik hin. Die Anzeigen sind seitdem deutlich besser zu sehen. Seit Anfang November können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uniklinik auch im Parkhaus an der Theodor-Althoff-Straße parken und werden alle halbe Stunde mit einem Shuttle in die Klinik gebracht. Das Parken dort kostet 5 Euro im Monat. Das ist ein Pilotversuch, der erst einmal ein halbes Jahr dauert. Außerdem prüft die Uniklinik gerade, ob das Parkhaus noch vergrößert werden könnte. Die Uniklinik hat dafür zunächst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.
Außerdem hat die Uniklinik mehrere neue Fahrradparkplätze geschaffen, auf denen Fahrräder auch versichert sind. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben aber einen längeren Weg zur Arbeit und kommen deshalb mit dem Auto. Außerdem fahren Bus und Bahn teilweise nicht passend zu den Arbeitszeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.