
Was steht in dem Brief der Stadt Essen?
Das Land NRW will sich mit der Rhein/Ruhr Region, darunter auch Essen, für die Olympischen und Paralympischen Spiele bewerben. Ihr könnt jetzt darüber abstimmen, ob sich Essen an den Olympischen und Paralympischen Spielen in zehn Jahren beteiligen soll oder nicht. Am Samstag (21. März) wurden die Abstimmungsunterlagen an rund 427.000 abstimmungsberechtigte Essenerinnen und Essener verschickt. In dem Brief steht dann die Frage:
"Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Essen an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele beteiligt, die entweder im Jahr 2036, im Jahr 2040 oder im Jahr 2044 stattfinden sollen?"
Die müsst Ihr mit "Ja" oder "Nein" beantworten und die Unterlagen kostenlos (innerhalb Deutschlands) zurückschicken. Eine genaue Anleitung dazu liegt den Abstimmungsunterlagen bei. Der Brief muss spätestens am 19. April um 16 Uhr beim Wahlamt sein. Ihr müsst den Brief also entweder rechtzeitig mit der Post losschicken oder könnt ihn bis zum Sonntagnachmittag 16 Uhr auch persönlich beim Wahlamt am Kopstadtplatz 10 einwerfen. Danach (am 19. April) werden die Stimmen ausgezählt und entschieden, ob sich Essen an den Olympischen und Paralympischen Spielen in der Region Rhein/Ruhr beteiligen soll. Im September diesen Jahres entscheidet dann die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), ob sich die Rhein/Ruhr Region bewerben kann. Die finale Entscheidung trifft dann das Olympische Komitee.
Olympia in Essen - wofür soll Ich mich entscheiden?
Das Thema Olympia in Essen wird schon länger diskutiert. Es gab zum Beispiel die Überlegung, das Olympische Dorf in Essen aufzubauen. Die Pläne wurden aber schließlich verworfen - das Dorf soll nach Köln. Trotzdem könnte Essen Austragungsort einiger olympischer Disziplinen werden: Wettkämpfe im Boxen, Schießen, Gewichtheben, BMX Freestyle und BMX Racing. Doch was hat Essen davon?
Mehr Infos zu den Olympischen Spielen in Essen, Stellungnahmen der städtischen Fraktionen, eine Empfehlung des Oberbürgermeisters und eine Kostenschätzung können über einen QR-Code auf den Wahlunterlagen eingesehen werden. Die Stadt verschickt die Informationen auf Wunsch aber auch per Post. Weitere Fragen werden auch auf der Internetseite zur Olympiabewerbung der Stadt beantwortet.
Argumente für Olympia in Essen
Ein wichtiger Punkt ist die Aufmerksamkeit weltweit. Wenn die Olympischen Spiele unter anderem bei uns in Essen stattfinden, würde die ganze Welt auf uns schauen. Das könnte helfen, Essen bekannter zu machen und unser Image zu verbessern. Durch Olympia könnte Essen moderner und attraktiver wirken. Unter anderem sollen die Sportstätten der Stadt auf Vordermann gebracht werden, wenn Olympia auch nach Essen kommt. Außerdem würden viele Besucher kommen. Das könnte der Wirtschaft helfen - zum Beispiel Hotels, Restaurants und Geschäften.
Argumente gegen Olympia in Essen
Ein großes Problem sind die hohen Kosten. Olympische Spiele sind sehr teuer. Oft werden sie am Ende teurer als geplant. Einige Menschen argumentieren, die Stadt solle besser mehr in kaputte Straßen, Brücken und Schulen investieren.
Auch die Umwelt ist ein wichtiger Kritikpunkt. So ein großes Event bedeutet viel Verkehr im Essener Stadtverkehr. Viele Menschen reisen an, es wird gebaut und organisiert. Das kann die Umwelt belasten.
Ein weiterer Nachteil ist die Organisation. Die Spiele sollen auf viele Städte verteilt werden. Das bedeutet lange Wege für Sportler und Zuschauer. Auch der Alltag könnte schwieriger werden. Während der Spiele wären sehr viele Menschen in der Stadt. Das könnte zu vollen Straßen und Problemen im Verkehr führen.
Warum habe ich in Essen keinen Brief bekommen?
Rund 427.000 Essenerinnen und Essener sind abstimmungsberechtigt. Darunter zählen nur Personen, die:
- die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines EU-Staates haben,
- spätestens am 19. April 2010 geboren sind, also das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben,
- seit mindestens 16 Tagen (seit dem 3. April) vor dem Ratsbürgerentscheid seine oder ihre (Haupt-)Wohnung in Essen haben.
Solltet Ihr dementsprechend abstimmungsberechtigt sein, habt aber bis zum 28. März keinen Brief bekommen, dann könnt Ihr Euch bis zum 30. März beim Wahlamt melden. Die Abstimmung findet nur per Brief statt. Wahllokale wie bei anderen Wahlen gibt es nicht.
Bei Fragen könnt Ihr Euch an folgende Adressen wenden:
- Telefonnummer Wahlamt: 0201 88-12345
- Email: wahl@essen.de
- Website: www.essen.de/ratsbürgerentscheid