
Neunjährige aus Essen gewinnt Preis für eigenen Stop-Motion-Film
Ein bisschen Langeweile, eine neue App und ein paar Spielzeugmäuse: Mehr brauchte die neunjährige Maria Gramm aus Essen nicht für ihren eigenen kleinen Film. Damit hat sie jetzt beim Deutschen Jugendfotopreis 2026 eine Auszeichnung gewonnen.
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Maria aus Essen dreht „Der Tagesablauf einer Maus“
In Marias Stop-Motion-Film „Der Tagesablauf einer Maus“ geht es - wie der Name schon verrät - um einen ganz normalen Mäusetag. Vom Aufstehen bis zur Schule begleitet sie ihre kleinen Figuren. Die Idee dazu entstand ziemlich spontan. Maria hatte eine neue Stop-Motion-App und Spielzeugmäuse, die sie zu Weihnachten bekommen hatte. Die Möbel für ihren Film hat sie selbst gebastelt. Rund zwei Stunden hat sie nach eigener Einschätzung für den Film inklusive Ton gebraucht. Besonders viel Spaß hatte Maria dabei, die einzelnen Szenen einzurichten. Eine Sache hat allerdings immer wieder genervt: Die kleinen Mäuse wollten einfach nicht stehen bleiben und sind ständig umgekippt.
Erster Wettbewerb - direkt eine Auszeichnung
Marias Vater brachte sie schließlich auf die Idee, den Film beim Deutschen Jugendfotopreis einzureichen. Für Maria war es der erste Wettbewerb überhaupt - und dann direkt mit Erfolg. In der Kategorie „Experimente“ bekam sie eine Auszeichnung in Höhe von 300 Euro. Insgesamt wurden dort 40 Arbeiten und Bildserien von jungen Menschen ausgezeichnet. Filme macht Maria schon seit sie sieben Jahre alt ist. Zusammen mit einer Freundin hat sie auch schon längere Geschichten gedreht - meistens geht es dabei um Magie und Freundschaft. Besonders faszinierend findet sie am Stop-Motion-Film, dass Gegenstände plötzlich lebendig wirken können.
Nachwuchsfilmerin aus Essen hat schon die nächsten Ideen
Mit ihrem Preisfilm möchte Maria vor allem zeigen, dass jede Idee ihren Wert hat und Kreativität nicht danach bewertet werden muss, ob etwas besser oder schlechter ist als etwas anderes. Und nach dem ausgezeichneten Mäuse-Film geht es direkt kreativ weiter. Gerade arbeitet Maria allerdings nicht an einem neuen Film, sondern an einem Comic. Denn neben dem Filmen zeichnet die Neunjährige nach eigener Aussage auch „sehr, sehr gerne“. Die ausgezeichneten Arbeiten des Deutschen Jugendfotopreises 2026 sind noch bis zum 15. November in der Kunsthalle Düsseldorf zu sehen.
