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Neues Gebäude in Essen für Wasserforschung
© Heiko Timmer / UDE
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Neues Gebäude in Essen für Wasserforschung

Die Uni Duisburg-Essen bekommt ein neues Forschungsgebäude. Das soll die Wasserforschung in Essen voranbringen. Der Bau wird vom Land unterstützt.

Veröffentlicht: Freitag, 13.03.2026 16:10

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Warum bekommt die Uni in Essen ein neues Gebäude?

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Die Universität Duisburg-Essen ist international bekannt für ihre Wasserforschung. Besonders die Fakultäten Biologie, Chemie und Ingenieurswissenschaften forschen am Campus Essen unter anderem daran, wie man Wasser mit Algen reinigen kann. Allerdings gibt es zu wenig und zu kleine Labore. Deshalb ist es schwierig, gemeinsame Forschungsprojekte umzusetzen, sagt Prof. Torsten Schmidt.

"Wir haben zwar ein tolles Wasserforschungsnetzwerk, wir haben aber keine gemeinsamen Räumlichkeiten dafür."

Das soll sich mit dem FutureWaterCampus in Essen ändern. Das neue Gebäude der Uni Duisburg-Essen am Thurmfeld soll in großen Laboren Forschungsgruppen zusammenbringen und gemeinsame Forschungsprojekte ermöglichen. Der Bau wird vom NRW-Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr mit 11,5 Millionen Euro gefördert. Der Bewilligungsbescheid wurde am Freitag (13. März) an die Universität übergeben.

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Was erforscht der Future Water Campus in Essen?

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Am neuen FutureWaterCampus sollen sich die Studierenden und Forschenden weiterhin mit drei Schwerpunkten beschäftigen: Der Algenforschung, der Membranforschung und der Photokatalyseforschung. Auf dem Campus in Essen gibt es die weltweit größte Algensammlung. In den Laboren werden diese Algen unter anderem auf ihre möglichen Funktionen in der Wasserreinigung und Stoffabbau getestet. Auch in der Membranforschung geht es um Wasserreinigung. Membranen können in der Wasseraufbereitung verwendet werden - sie sind Barrieren oder Filter, die das Wasser durchlassen und Schadstoffe auffangen können. Bei der Photokatalyse geht es darum, Wasser mit Licht zu reinigen.

"Der Fokus liegt sehr stark auf angewandter Forschung, also Forschungsprojekte, die zu Ergebnissen führen, die im besten Falle dann auch unmittelbar in der Praxis umgesetzt werden können." sagt FutureWaterCampus-Leiter Prof. Torsten Schmidt.

Das sei wichtig für Essen, sagt er weiter. Mit den Forschungen am FutureWaterCampus werde ein Beitrag zur Sicherheit Ver- und Entsorgung mit Wasser in Essen geleistet.

"Das Thema Wasser wird oft sehr selbstverständlich betrachtet. Es kommt aus der Leitung, hat eine gute Qualität, die Toilettenspülung funktioniert und da macht man sich weiter keine Gedanken. Sobald das Wasser abgestellt wird, merkt man ganz schnell, was ohne Wasser alles nicht geht. Und dafür zu sorgen, dass auch in Zeiten des Klimawandels die Wasser Ver- und Entsorgung in Essen funktioniert - das wollen wir auch mit dem FutureWaterCampus unterstützen."
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Woher kommen die Algen in Essen?

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Die Algensammlung der Uni Duisburg-Essen ist weltweit bekannt. Zuletzt gab es ein gemeinsames Forschungsprojekt der Uni in Essen mit der University of California in Berkley. Angefangen hat aber alles mit einem Professor der Uni Köln. Er hat von seinen Reisen immer neue Algen mitgebracht und so seine Sammlung auf mehrere tausend Proben gebracht. Als der Professor irgendwann die Uni Köln verlassen hat, ging die Sammlung nach Essen. Aktuell gibt es Über 5000 Algenkulturen am Campus in Essen.

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